Informationen zum Umgang mit Nachhaltigkeit

Informationen zur Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken und der Berücksichtigung nachteiliger Nachhaltigkeitsauswirkungen gemäß der VERORDNUNG (EU) 2019/2088 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 27. November 2019 über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor (Transparenzverordnung)

Mit der Transparenzverordnung werden harmonisierte Vorschriften für Finanzmarktteilnehmer und Finanzberater über Transparenz bei der Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken und der Berücksichtigung nachteiliger Nachhaltigkeitsauswirkungen in ihren Prozessen und bei der Bereitstellung von Informationen über die Nachhaltigkeit von Finanzprodukten festgelegt. Nachfolgend möchten wir Sie über den Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken und die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsfaktoren bei der Augsburger Aktienbank AG gemäß dieser Transparenzverordnung informieren.

Die Augsburger Aktienbank AG strebt eine aktive Ausrichtung auf Projekte, Produkte und Dienstleistungen an, die eine positive Nachhaltigkeitsauswirkung haben. Dies gilt für alle Geschäftsarten, Transaktionen, Projekte, Produkte, operative Entscheidungen, Strategien und Planungen der AAB-Gruppe. Als Teil der internationalen Gesellschaft bekennen wir uns zu der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, wie sie von den Vereinten Nationen festgeschrieben worden ist. Wir streben an, nicht mit Unternehmen oder Institutionen zusammenzuarbeiten, von denen uns bekannt ist, dass sie grundlegende Menschenrechte missachten. Die Augsburger Aktienbank AG leistet einen aktiven Beitrag für den Übergang von einer treibhausgasintensiven zu einer emissionsarmen Wirtschaftsweise. So haben wir in für uns relevanten Zukunftsmärkten, wie zum Beispiel Erneuerbaren Energien, frühzeitig Expertise aufgebaut und bieten entsprechende Produkte und Dienstleistungen für unsere Kunden an. Darüber hinaus bekennen wir uns zu einem klimafreundlichen Geschäftsbetrieb und überprüfen diesen regelmäßig durch Energieaudits. Hierfür decken wir unseren Strombedarf zu erheblichen Teilen durch Strom aus Erneuerbaren Energien. Die Augsburger Aktienbank AG hat sich im Rahmen ihrer Klimastrategie zu einer weiteren Reduktion ihrer CO2-Emissionen verpflichtet. In der Folge legen wir anspruchsvolle Maßstäbe an unseren eigenen Umgang mit Ressourcen an. Um die Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien unserer Beschaffungsstandards zu gewährleisten, verpflichten wir unsere Lieferanten, Produktherkunft, Herstellungsprozess sowie eingesetzte Materialien transparent zu machen. Wir behalten uns zudem bei Nichteinhaltung maßgeblicher Sozialstandards entsprechende Maßnahmen gegen die Lieferanten vor.

A) Anlageberatung durch Mitarbeiter der Augsburger Aktienbank AG

Keine Berücksichtigung von Nachteiligen Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit im Rahmen der Anlageberatung durch Mitarbeiter der Augsburger Aktienbank AG
 
Die Augsburger Aktienbank AG ist gemäß Artikel 4 der Transparenzverordnung verpflichtet, auf ihrer Internetseite Informationen dazu zu veröffentlichen,  
a) ob sie in Anbetracht ihrer Größe, der Art und des Umfangs ihrer Tätigkeiten und der Arten der Finanzprodukte, die Gegenstand ihrer Beratung sind, bei ihrer Anlageberatung die wichtigsten nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren berücksichtigt oder
b) Informationen darüber, warum sie nachteilige Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren bei ihrer Anlageberatung nicht berücksichtigt.
 
Die Augsburger Aktienbank AG hat sich entschieden, die nachteiligen Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren bei ihrer Anlageberatung nicht zu berücksichtigen. Hintergrund dieser Entscheidung ist der Verkauf des Wertpapiergeschäfts der Augsburger Aktienbank AG an die European Bank for Financial Services GmbH. Vor diesem Hintergrund beabsichtigt die Augsburger Aktienbank AG nicht, diese nachteiligen Auswirkungen in Zukunft zu berücksichtigen.

B) Vermögensverwaltung der Augsburger Aktienbank AG

1) Keine Berücksichtigung von nachteiligen Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit bei bestimmten Strategien im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung der Augsburger Aktienbank AG
 
Die Augsburger Aktienbank AG ist gemäß Artikel 4 der Transparenzverordnung verpflichtet, auf ihrer Internetseite Informationen dazu zu veröffentlichen,  
a) wenn sie die wichtigsten nachteiligen Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren berücksichtigt, eine Erklärung über Strategien zur Wahrung der Sorgfaltspflicht im Zusammenhang mit diesen Auswirkungen in Anbetracht ihrer Größe, der Art und des Umfangs ihrer Tätigkeiten und der Arten der Finanzprodukte, die sie zur Verfügung stellt; oder
b) wenn sie nachteilige Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren nicht berücksichtigt, klare Gründe, warum sie das nicht tut, einschließlich gegebenenfalls Informationen darüber, ob und wann sie beabsichtigen, solche nachteiligen Auswirkungen zu berücksichtigen.
 
Die Augsburger Aktienbank AG hat sich entschieden, die nachteiligen Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren bei der Finanzportfolioverwaltung ausschließlich bei den nachfolgend näher ausgeführten Strategien zu berücksichtigen. Bei den übrigen Strategien finden diese Aspekte keine Berücksichtigung. Hintergrund dieser Entscheidung ist der Verkauf des Wertpapiergeschäfts der Augsburger Aktienbank AG an die European Bank for Financial Services GmbH. Vor diesem Hintergrund beabsichtigt die Augsburger Aktienbank AG nicht, diese nachteiligen Auswirkungen in Zukunft auch bei den übrigen Strategien zu berücksichtigen.
 
2) Erklärung zu nachteiligen Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit
 
Unter Berücksichtigung der eingangs ausgeführten Aspekte ist es unser Ziel, eine zukunftsfähige Ausrichtung unserer Vermögensverwaltung zu etablieren und dabei das Thema „Nachhaltigkeit“ zu integrieren. Für uns schließen sich Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit nicht aus, sondern tragen gemeinsam zu einem langfristigen Erfolg bei. Wir fördern Nachhaltigkeitsziele, indem wir die ESG-Kriterien in ausgewählten Vermögensverwaltungsstrategien berücksichtigen.
 
Dabei verstehen wir unter den ESG-Kriterien die nachfolgenden Kriterien:
 
E = Environmental (Umweltbelange)

  • Klimaschutz
  • Anpassung an den Klimawandel
  • Schutz der biologischen Vielfalt
  • Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen
  • Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft
  • Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung
  • Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme

 
S = Social (Soziale und gesellschaftliche Belange)

  • Einhaltung anerkannter arbeitsrechtlicher Standards (keine Kinder- und Zwangsarbeit, keine Diskriminierung)
  • Einhaltung von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
  • Angemessene Entlohnung, faire Bedingungen am Arbeitsplatz, Diversität sowie Aus- und Weiterbildungschancen
  • Gewerkschafts- und Versammlungsfreiheit
  • Gewährleistung einer ausreichenden Produktsicherheit, einschließlich Gesundheitsschutz
  • Anforderungen an Unternehmen in der Lieferkette
  • Projekte bzw. Rücksichtnahme auf die Belange von Gemeinden und sozialen Minderheiten

 
G = Governance (Unternehmensführung)

  • Steuerehrlichkeit
  • Maßnahmen zur Verhinderung von Korruption
  • Nachhaltigkeitsmanagement durch Vorstand
  • Vorstandsvergütung in Abhängigkeit von Nachhaltigkeit
  • Ermöglichung von Whistle Blowing
  • Gewährleistung von Arbeitnehmerrechten
  • Gewährleistung des Datenschutzes
  • Offenlegung von Informationen

 
Unter Nachhaltigkeitsrisiken verstehen wir Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umweltbelange, Soziale und gesellschaftliche Belange oder Unternehmensführung, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation eines Unternehmens bzw. im Falle unserer Vermögensverwaltung auf die verwalteten Portfolien/ausgewählten Zielfonds haben können.
 
Unser Unternehmen berücksichtigt in dem Geschäftsbereich Vermögensverwaltung nachhaltige Anlagekriterien. Das bedeutet u.a., dass wir im Rahmen ausgewählter Vermögensverwaltungsstrategien nicht nur Nachhaltigkeitsrisiken berücksichtigen, sondern Nachhaltigkeitskriterien gezielt fördern möchten.
 
a) Anlagestrategie RP Strategie Nachhaltigkeit Flexibel
 
Die standardisierte Vermögensverwaltung RP Strategie Nachhaltigkeit Flexibel ist eine fondsgebundene Vermögensverwaltung. Die Anlagestrategie basiert auf nachhaltigen Investmentfonds, die in Deutschland zum Vertrieb zugelassen sind.
 
Zielsetzung der RP Strategie Nachhaltigkeit Flexibel ist es, sich im Portfolio auf Investments zu konzentrieren, deren ökologische, soziale oder ethischen Ziele geeignet sind, sich nachhaltig positiv auf Umwelt und Gesellschaft auszuwirken.
 
Um die Auswahl von Investmentfonds zu gewährleisten, die den Nachhaltigkeitsanforderungen auch tatsächlich gerecht werden und das sog. „Greenwashing“ zu vermeiden, nutzt der Berater der Augsburger Aktienbank AG (= RP Rheinische Portfolio Management GmbH) anerkannte externe Ratings (z.B. Morningstar Sustainability Rating), anerkannte Nachhaltigkeitssiegel oder sonstige externe Datenanbieter und gleicht diese mit deren internen Analysen ab. Sowohl die externen als auch die internen Bewertungen werden regelmäßig plausibilisiert.
Ausgewählt werden ausschließlich Investmentfonds, die einer der drei nachfolgenden Kategorien zuzuordnen sind:

  • ESG-fokussierte Fonds,
  • Impact-Fonds oder
  • Nachhaltige Branchenfonds

 
Maßgeblich ist die Klassifizierung nach Art. 8 (sog. ESG-Produkte) oder nach Art. 9 (sog. Impact-Produkte) der VERORDNUNG (EU) 2019/2088 oder die Eingruppierung durch Morningstar. Somit ist gewährleistet, dass Nachhaltigkeitsrisiken auf Ebene der Zielfonds ausreichend berücksichtigt werden.
 
Portfoliokonstruktion:
Die RP Strategie Nachhaltigkeit Flexibel investiert gemäß dem Managementansatz des Beraters nur in aus dessen Sicht besonders erfolgreiche nachhaltige Misch- und Aktienfonds. Diese müssen gemäß diesem Managementansatz mindestens drei Jahre alt sein und ein klar definiertes Nachhaltigkeitsprofil aufweisen. Investmentfonds, die eine oder mehrere der folgenden Bedingungen erfüllen, werden hierbei als nachhaltig und damit investierbar eingestuft:

  • Misch- und Aktienfonds, die laut Art. 8 bzw. Art. 9 der VERORDNUNG (EU) 2019/2088 als "ESG" bzw. "ESG-Impact" klassifiziert werden
  • Misch- und Aktienfonds, die von Morningstar als "Sustainable Investment Overall" klassifiziert werden (z.B. Best-In-Class-Ansatz, SRI-Ansatz)  
  • Misch- und Aktienfonds, die Nachhaltigkeitsthemen abdecken (Nachhaltige Branchenfonds, z.B. Low Carbon/Fossil-Fuel Free, Renewable Energy, Water-focused)

Die RP Rheinische Portfolio Management GmbH analysiert und bewertet die in Frage kommenden Fonds mit einem bewährten Selektionsmodell anhand klar definierter Kennzahlen. Jedes Quartal werden automatisch die zehn bestbewerteten Fonds in das Portfolio aufgenommen. Der Berater wiederholt die Bewertung laufend, um bessere Fonds zu identifizieren und schwächere Fonds auszusortieren.  
 
Es erfolgt keine Bevorzugung einzelner ESG-Kriterien. Vielmehr ist die Art und Weise, wie die wichtigsten nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen gewichetet werden, abhängig vom ausgewählten Zielfonds. Das Portfolio wird regelmäßig überprüft und bewertet. Sollte ein Zielfonds aufgrund unserer Vorgaben nicht mehr geeignet sein, erfolgt eine Umschichtung und der betroffene Zielfonds wird aus dem Portfolio entfernt.
 
Wir erwarten keine zusätzlichen nachteiligen Auswirkungen von Nachhaltigkeitsrisiken auf die Rendite der Strategie.
 
b) Anlagestrategie RP Strategie Nachhaltigkeit Offensiv ETF
 
Die standardisierte Vermögensverwaltung RP Strategie Nachhaltigkeit Offensiv ETF ist eine fondsgebundene Vermögensverwaltung. Die Anlagestrategie basiert auf nachhaltigen Aktienindexfonds (Aktien-ETFs), die an deutschen Börsen gehandelt werden.
 
Zielsetzung der RP Strategie Nachhaltigkeit Offensiv ETF ist es, sich im Portfolio auf Investments zu konzentrieren, deren ökologische, soziale oder ethischen Ziele geeignet sind, sich nachhaltig positiv auf Umwelt und Gesellschaft auszuwirken.
 
Um die Auswahl von Investmentfonds zu gewährleisten, die den Nachhaltigkeitsanforderungen auch tatsächlich gerecht werden und das sog. „Greenwashing“ zu vermeiden, nutzt der Berater der Augsburger Aktienbank AG (= RP Rheinische Portfolio Management GmbH) anerkannte externe Ratings (z.B. Morningstar Sustainability Rating), anerkannte Nachhaltigkeitssiegel oder sonstige externe Datenanbieter und gleicht diese mit deren internen Analysen ab. Sowohl die externen als auch die internen Bewertungen werden regelmäßig plausibilisiert.
Ausgewählt werden ausschließlich Investmentfonds (ETFs), die einer der drei nachfolgenden Kategorien zuzuordnen sind:

  • ESG-fokussierte Fonds,
  • Impact-Fonds oder
  • Nachhaltige Branchenfonds

Maßgeblich ist die Klassifizierung nach Art. 8 (sog. ESG-Produkte) oder nach Art. 9 (sog. Impact-Produkte) der VERORDNUNG (EU) 2019/2088 oder die Eingruppierung durch Morningstar. Somit ist gewährleistet, dass Nachhaltigkeitsrisiken auf Ebene der Zielfonds ausreichend berücksichtigt werden.
 
Portfoliokonstruktion:
Die RP Rheinische Portfolio Management GmbH analysiert alle in Deutschland handelbaren Aktien-ETFs mit einem bewährten Selektionsmodell anhand klar definierter Kennzahlen. Anschließend bewertet der Berater die ETFs bezüglich der Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien. Aktien-ETFs, die eine oder mehrere der folgenden Bedingungen erfüllen, werden hierbei als nachhaltig und damit investierbar eingestuft:

  • Aktien-ETFs die laut Art. 8 bzw. Art. 9 der VERORDNUNG (EU) 2019/2088 als "ESG" bzw. "ESG-Impact" klassifiziert werden
  • Aktien-ETFs, die von Morningstar als "Sustainable Investment Overall" klassifiziert werden (z.B. Best-In-Class-Ansatz, SRI-Ansatz)  
  • Aktien-ETFs, die Nachhaltigkeitsthemen abdecken (Nachhaltige Branchenfonds, z.B. Low Carbon/Fossil-Fuel Free, Renewable Energy, Water-focused)

Jedes Quartal werden automatisch die zehn bestbewerteten nachhaltigen ETFs in das Portfolio aufgenommen. Der Berater wiederholt die Bewertung laufend, um aussichtsreichere nachhaltige ETFs zu identifizieren und schwächere ETFs auszusortieren.  
 
Es erfolgt keine Bevorzugung einzelner ESG-Kriterien. Vielmehr ist die Art und Weise, wie die wichtigsten nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen gewichetet werden, abhängig vom ausgewählten Zielfonds. Das Portfolio wird regelmäßig überprüft und bewertet. Sollte ein Zielfonds aufgrund unserer Vorgaben nicht mehr geeignet sein, erfolgt eine Umschichtung und der betroffene Zielfonds wird aus dem Portfolio entfernt.
 
Wir erwarten keine zusätzlichen nachteiligen Auswirkungen von Nachhaltigkeitsrisiken auf die Rendite der Strategie.
 
c) Anlagestrategie Chance Nachhaltig
 
Die standardisierte Vermögensverwaltung Chance Nachhaltig ist eine fondsgebundene Vermögensverwaltung. Die Anlagestrategie basiert ausschließlich auf offenen Investmentfonds, die über eine Vertriebszulassung in Deutschland verfügen. Hierbei stehen der Augsburger Aktienbank AG sämtliche Fonds-Anlageklassen, z. B. Aktien-, Renten-, Geldmarkt-, Rohstoff-, gemischte und vermögensverwaltende Fonds sowie weitere Fondsarten zur Verfügung. Zulässig ist auch der Erwerb von Exchange Traded Funds (ETFs).
 
Zielsetzung der Strategie Chance Nachhaltig ist es, sich im Portfolio auf Investments zu konzentrieren, deren ökologische, soziale oder ethischen Ziele geeignet sind, sich nachhaltig positiv auf Umwelt und Gesellschaft auszuwirken.
 
Um die Auswahl von Investmentfonds zu gewährleisten, die den Nachhaltigkeitsanforderungen auch tatsächlich gerecht werden und das sog. „Greenwashing“ zu vermeiden, nutzen wir anerkannte externe Ratings (z.B. Morningstar Sustainability Rating, Climetrics Rating), anerkannte Nachhaltigkeitssiegel oder sonstige externe Datenanbieter. Die externe Bewertung übernehmen wir aber nicht blind, sondern plausibilisieren und überprüfen diese regelmäßig.
 
Ausgewählt werden ausschließlich Investmentfonds, die nach Art. 8 (sog. ESG-Produkte) oder nach Art. 9 (sog. Impact-Produkte) der VERORDNUNG (EU) 2019/2088 einzuordnen sind. Somit ist gewährleistet, dass Nachhaltigkeitsrisiken auf Ebene der Zielfonds ausreichend berücksichtigt werden.
 
Portfoliokonstruktion:
Das Portfolio der Anlagestrategie wurde so konzipiert, dass 40 % der Investitionen in nachhaltige ETFs (Best-In-Class-Ansatz, SRI-Ansatz bzw. SRI-S-Ansatz nach MSCI oder vergleichbar, z. B. Impact Fonds nach Art. 9 der VERORDNUNG (EU) 2019/2088) investiert werden (= ETF-Kern). Der ETF-Kern orientiert sich an einer Ländergewichtung, welche je Land den Anteil am weltweiten Bruttoinlandsprodukt berücksichtigt. Länder mit einem hohen Anteil am weltweiten Bruttoinlandsprodukt werden dementsprechend höher gewichtet.
Etwa 60 % der Investitionen fließen in aktiv gemanagte Fonds, die jeweils verschiedene Nachhaltigkeitsthemen abdecken. Die aktiv gemanagten Fonds müssen ein oder mehrere ESG-Themengebiete aus dem Morningstar Rating abbilden, z.B.  

  • Sustainable Investment – Low Carbon/Fossil-Fuel Free
  • Sustainable Investment – Renewable Energy
  • Sustainable Investment – Water-Focused.

Im gewichteten Durchschnitt über das Portfolio muss mindestens zu 95 % ein ESG Rating vorhanden sein (= Assets under Management Covered ESG). Dies bedeutet, dass auf Ebene der Zielfonds gezählt wird, wie viele Einzeltitel ein ESG Rating haben. Hält ein Fonds beispielsweise 100 Aktien, von denen 96 Unternehmen ein ESG Rating und vier Unternehmen kein ESG Rating haben, so liegt die Kennzahl „Assets under Management Covered ESG“ bei 96 %. Hierfür nutzen wir die Daten von Morningstar.
Zusätzlich muss das Portfolio im gewichteten Durchschnitt mindestens vier von fünf möglichen Globes nach dem Morningstar Sustainability Rating oder mindestens vier von fünf möglichen Blättern nach dem Climetrics Rating aufweisen.
 
Die genannten ESG-Kriterien und deren wichtigste nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen werden von uns jeweils gleich gewichtet. Es erfolgt keine Bevorzugung einzelner ESG-Kriterien. Vielmehr ist die Art und Weise, wie die wichtigsten nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen gewichetet werden, abhängig vom ausgewählten Zielfonds. Das Portfolio wird regelmäßig überprüft und bewertet. Sollte ein Zielfonds aufgrund unserer Vorgaben nicht mehr ESG konform sein, erfolgt eine Umschichtung und der betroffene Zielfonds wird aus dem Portfolio entfernt.
 
Wir erwarten keine zusätzlichen nachteiligen Auswirkungen von Nachhaltigkeitsrisiken auf die Rendite der Strategie.
 
d) Erläuterungen
 
Best-In-Class
Der Best-In-Class-Ansatz investiert in die Unternehmen mit der besten Nachhaltigkeitsentwicklung. Zur Anwendung kommen dabei Umwelt-, Sozial- und Governance- (ESG-)Kriterien wie bspw. Effizienzsteigerungen im Energie- und Ressourcenverbrauch, Maßnahmen gegen Diskriminierung oder ein gut etabliertes Risikomanagementsystem. Hierbei gibt es verschiedene Methoden des Positiv- (bspw. die besten 30%) oder Negativscreenings (bspw. Ausschluss der schlechtesten 5%) und der Unterstützung der Transformation (Unternehmen, die einen soliden Transformationsplan hin zu Nachhaltigkeit vorweisen können), darunter Best-/Worst-in-Universe, Best-in-Class, Best-in-Progress etc.
 
Engagement
Engagement beschreibt den aktiven und langfristigen Austausch von Investor*innen mit dem Unternehmen mit dem Ziel, die Unternehmensführung für die Berücksichtigung von sozialen, ethischen, und ökologischen Kriterien zu gewinnen (voice). Dies beinhaltet auch Stimmrechtsausübungen auf Hauptversammlungen und Aktionärsanträge (vote).
 
Impact
Bei Impact Investments handelt es sich um Investments in Unternehmen, Organisationen und Fonds mit dem Ziel, neben dem finanziellen Ertrag auch sozial und ökologisch zu wirken. Impact Investments können in Märkten der Industrie- und der Entwicklungsländer getätigt werden und - abhängig von den Umständen - sowohl unterdurchschnittliche als auch marktübliche Renditen erzielen. Impact Investments sind häufig projektspezifisch und unterscheiden sich vom Ansatz der Philanthropie, da die Investoren die Eigentumsrechte an den Vermögenswerten halten und positive finanzielle Erträge erwarten. Impact Investment beinhaltet Mikrofinanz, Community Investing, Social Business/Entrepreneurship Fonds und französische fonds solidaires.
 
Themen
Themenfonds beziehen sich auf einen Sektor. Um als Nachhaltige Geldanlage betrachtet zu werden, müssen themenspezifische Fonds eine ausdrückliche nachhaltige Motivation nachweisen und dabei ESG-Faktoren in die Ausgestaltung des Fonds einbeziehen. Dies setzt die Existenz bestimmter Mechanismen voraus, etwa die Einbindung von nachhaltiger Expertise in die Auswahl von Aktien, die Anwendung von ESG-Kriterien oder das Management des Produkts durch ein Team, das auf Nachhaltige Geldanlagen spezialisiert ist. Gängige Branchen für Themenfonds sind: Grüne Immobilien, Erneuerbare Energien/Energieeffizienz, Nachhaltige Rohstoffe (Wald, Agrar, Wasser
etc.), Mikrofinanzierung, Investitionen in soziale Projekte, Kultur, Bildung.
 
SRI-Ansatz
Sustainable and Responsible Investment (SRI), übersetzt nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Investieren, beschreibt eine Anlageform die nicht nur die reinen Finanzinformationen eines Unternehmens berücksichtigt. Um in den jeweiligen MSCI Index aufgenommen zu werden, müssen Unternehmen nachweisen, dass sie im Vergleich zu ihren Wettbewerbern besonders sozialverträglich und umweltfreundlich agieren. Neben strengen Werte- und Nachhaltigkeitskriterien entscheiden auch bestimmte Ausschlusskriterien über die Aufnahme in den Index bzw. über den Ausschluss aus den Indizes.
 
SRI-S-Ansatz
Inhaltlich identisch mit dem SRI-Ansatz. Die maximale Gewichtung eines Unternehmen ist aber auf 5 % begrenzt.
 
MSCI Inc. ("MSCI")
MSCI ist ein in New York City ansässiges US-amerikanisches Unternehmen, welches Finanzdienstleistungen anbietet. MSCI gibt eine Vielzahl verschiedener Aktienindizes heraus, die nach unterschiedlichen Kriterien zusammengesetzt werden, zum Beispiel nach Ländern oder Regionen, nach der Marktkapitalisierung von Aktien oder nach Nachhaltigkeitskriterien.

 

C) Auszug aus der Vergütungsstrategie der Augsburger Aktienbank AG

Nachfolgend möchten wir Sie über einen Auszug aus der Vergütungsstrategie der Augsburger Aktienbank AG darüber informieren, inwiefern die Vergütungspolitik der Augsburger Aktienbank AG mit der Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken im Einklang steht.
 
A    Vorwort    
 
Nachfolgend werden die wichtigsten Vergütungsgrundsätze der AAB beschrieben und inwiefern diese mit der Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken im Einklang steht. Ein wichtiges Ziel ist die Verhältnismäßigkeit der Vergütungen in Bezug auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Institutes und auch in Bezug auf die Interessen der Kunden.
 
B    Beschreibung der Vergütungsgrundsätze  

 
Ausrichtung an der Strategie des Instituts
 
Die AAB ist Teil des LVM-Konzerns. Ihr Unternehmensziel besteht darin, einen Beitrag zum übergeordneten Unternehmensziel der Muttergesellschaft, dem dauerhaften, erfolgreichen Bestehen im Markt unter Erhalt der Eigenständigkeit zu erbringen. Dauerhaftes, erfolgreiches Bestehen bedeutet, dass wir uns auf das langfristige Erfüllen der Interessen der wesentlichen Anspruchsgruppen ausrichten, nicht auf kurzfristige Gewinnmaximierung. Der Erfolg beinhaltet den Ausgleich zwischen angemessenem Ertrag und weiteren Interessen der wesentlichen Anspruchsgruppen. Der Erhalt der Eigenständigkeit bietet die Sicherheit, dass die Interessen der wesentlichen Anspruchsgruppen dauerhaft berücksichtigt werden. Risiken gehen wir ausschließlich im Einklang mit unserer Risikostrategie ein.  
 
Die Ausgestaltung der Vergütungssysteme steht im Einklang mit den in den Strategien niedergelegten Zielen. Die Änderung der Strategien wird auch in der Vergütungssystematik berücksichtigt. Die Augsburger Aktienbank schätzt ihre Mitarbeiter und bietet in einem attraktiven Arbeitsumfeld die Möglichkeit, sich beruflich und persönlich zu entwickeln. Die AAB sorgt für eine offene und ehrliche Kommunikation über alle Ebenen. Die Unternehmenskultur ist geprägt von gegenseitigem Vertrauen und einem wertschätzenden Umgang miteinander. Eigeninitiative und der Mut, selbstverantwortlich Entscheidungen zu treffen, sind das Resultat übertragener Verantwortung.  
 
Die Vergütungspolitik der Augsburger Aktienbank AG fördert ein wirksames Risikomanagement in Bezug auf Nachhaltigkeitsrisiken. Durch die Ausgestaltung der Vergütungspolitik wird keine übermäßige Risikobereitschaft hinsichtlich Nachhaltigkeitsrisiken begünstigt. Die Vergütungsstruktur ist mit einer risikogewichteten Leistung verknüpft.
 
Die Geschäftsstrategie bezieht sich auch auf unser Leitbild und unsere Werte. Dies schlägt sich auch im leistungsorientierten und fairen Vergütungsmodell nieder.  
 
Strategische Planung
 
Die Strategische Planung präzisiert die wesentlichen Ziele der Geschäftsstrategie und die dafür notwendigen Maßnahmen zur Zielerreichung. Sie konkretisiert die externen, regulatorischen und internen Einflussfaktoren, die bei der Umsetzung der Strategie zu beachten sind, sowie die Annahmen der AAB bezüglich deren zukünftigen Entwicklung. Die daraus resultierenden Planzahlen für die Entwicklung der wesentlichen Geschäftsaktivitäten hinsichtlich Umfang, Ergebnis, Refinanzierung und Kapitalbedarf, sind ebenfalls Bestandteile der Strategischen Planung. Die Strategische Planung erfolgt in einem bottom-up-/top-down-Prozess und legt fundiert die Annahmen, insbesondere der Neugeschäftsvolumina und deren qualitative Struktur fest. Die strategische Planung unterstützt die angestrebten Ziele mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen zu erreichen und abweichende Entwicklungen mit den einhergehenden Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen.
 
Risikostrategie
 
Integraler Bestandteil des Bankgeschäfts ist das gezielte Eingehen von Risiken inklusive Nachhaltigkeitsrisiken. Eine ziel- und sachgerechte Steuerung der Risiken ist daher von wesentlicher Bedeutung für den Geschäftserfolg der AAB.
 
In der separaten Risikostrategie werden die Rahmenbedingungen für die Risikonahme sowie für das Risikomanagement und die Risikosteuerung aller Geschäftsaktivitäten der AAB festgelegt. Es erfolgt eine Konkretisierung der Geschäftsstrategie und der strategischen Planung hinsichtlich der Identifizierung, Bewertung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken der AAB.  
 
Ausgehend von der konkreten Planung des nächsten Geschäftsjahres ergeben sich die Ziele, die teils für die Gesamtbank und teils für die jeweiligen Bereiche festgelegt werden. Der Zielvereinbarungsprozess ergibt sich für das neue Geschäftsjahr kaskadenförmig im Top-Down-Ansatz. Die Erreichung der Ziele ist relevant für die Ermittlung der variablen Vergütung (Tantiemenzahlung).  
 
Angemessenheit der Vergütung und der Vergütungssysteme  
 
Die Zielvorgaben für die Mitarbeiter sind nicht auf reine Absatzziele ausgerichtet. Somit werden nicht nur quantitative Vergütungsparameter sondern auch qualitative Ziele vereinbart.  
 
Bei negativen Erfolgsbeiträgen können die Ansprüche angemessen angepasst werden und die Berechnungsfaktoren für die kommenden Geschäftsjahre geändert werden. Negative Anreize für Vorstand und Mitarbeiter zur Eingehung unverhältnismäßig hoher Risikopositionen werden grundsätzlich vermieden.  
 
Risikoorientierte Vergütung
 
Die Tantiemen in der Augsburger Aktienbank AG sind gemäß den Zielvereinbarungen ergebnis- und leistungsorientiert. Fixe und variable Vergütung stehen in einem angemessenen Verhältnis. Es sind keine kapitalmarktorientierten Vergütungsbestandteile vorhanden und auch nicht geplant.  
 
Anpassung der Vergütungssysteme
 
Die Vergütungssysteme werden mindestens einmal jährlich auf ihre Angemessenheit, insbesondere auf die Vereinbarkeit mit den Geschäfts- und Risikostrategien überprüft und ggf. angepasst. Bei neuen unvorhergesehenen Ereignissen, z. B. neuen regulatorischen Vorgaben, werden die Vergütungssysteme umgehend auch unterjährig überprüft und ggf. angepasst. Dies wird durch den Vorstand oder die Kontrolleinheiten initiiert.
 
Offenlegung
Die Offenlegungspflicht für die Augsburger Aktienbank richtet sich als CRR-Institut ausschließlich nach Artikel 450 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 und wird für das jeweilige Geschäftsjahr erstellt.
Die jährliche Risikoanalyse wird anhand der bestehenden Kriterien vorgenommen:

  • Geschäftliche Entwicklung  
  • Kapitalmarktorientierung
  • Internationalität
  • Struktur des Bankgeschäfts
  • Umfang der Handelsgeschäfte
  • Höhe der Risiken (inkl. Nachhaltigkeitsrisiken)
  • Vergütungsstruktur

 
C. Fazit     
 

  • Die Vergütungssysteme der Augsburger Aktienbank stellen bei allen Mitarbeitergruppen ein angemessenes Verhältnis zwischen fixer und variabler Vergütung her und bieten keine Anreize für das Eingehen von unverhältnismäßigen Risiken.
  • Die Vergütungssysteme stehen nicht im Widerspruch zu den Kundeninteressen, da die Ziele auf nachhaltiges Wirtschaften und der Steigerung der Leistung von Mitarbeitern und Augsburger Aktienbank ausgerichtet sind. Dabei wird langfristiges Denken und verantwortungsvolles Handeln gefördert.