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Schüleraustausch: Kosten und Besonderheiten bei längerem Auslandsaufenthalt

01. August 2018

Für junge Menschen ist die Teilnahme an einem Schüleraustausch eine gute Gelegenheit, um den Horizont zu erweitern und andere Sprachen und Kulturen kennenzulernen. Feste Vorgaben für die Dauer des Aufenthalts gibt es dabei nicht – die Bandbreite reicht von wenigen Wochen bis hin zu einem ganzen Schuljahr. Beliebtestes Zielland ist die USA, gefolgt von Kanada, Neuseeland und Australien. In Europa ziehen vor allem Großbritannien, Irland und Frankreich den bundesdeutschen Nachwuchs an.

Mit welchem Budget Eltern rechnen sollten

Generell gilt: Je länger das Kind im Ausland bleiben soll, umso mehr wird der Schüleraustausch kosten. Wie teuer es am Ende wird, hängt jedoch nicht nur von der Aufenthaltsdauer ab. So fallen für weit entfernte Ziele wie die USA oder Australien hohe Kosten für den Flug an, während beispielsweise eine Gastfamilie in Frankreich günstig mit der Bahn oder dem Fernbus erreichbar ist.

Dazu kommt das Taschengeld für Ausflüge und – wenn der Austausch über eine Organisation gebucht wird – die dafür anfallenden Gebühren. Wer den Aufenthalt privat organisiert, sollte die Gastfamilie für Unterkunft und Verpflegung angemessen honorieren. Wenn der Unterricht in einer Privatschule stattfindet, müssen Eltern unter Umständen noch Schulgeld mit einkalkulieren.

Insgesamt können für ein Auslandsjahr in Nordamerika oder Australien weit mehr als 10.000 Euro anfallen. Deutlich kostengünstiger sind kürzere Aufenthalte innerhalb Europas, die auch mit einem niedrigeren vierstelligen Budget finanzierbar sind.

Vor dem Schüleraustausch Kosten für Krankenversicherung prüfen

Zusätzlich zu den eigentlichen Austauschkosten können bei längerem Auslandsaufenthalt noch zusätzliche Kosten für die Krankenversicherung im Ausland hinzukommen. Über die preisgünstige Jahres-Reiseversicherung sind in der Regel nur Auslandsaufenthalte bis zu einer Dauer von sieben Wochen abgedeckt. Soll der Schüleraustausch über einen längeren Zeitraum gehen, ist eine eigenständige und deutlich teurere Auslandskrankenversicherung erforderlich.

Stipendien können bei der Finanzierung helfen

Zwar sind mit dem Schüleraustausch hohe Kosten verbunden, doch das muss weniger begüterte Familien nicht zwangsläufig abschrecken. Denn: Eine Vielzahl an Organisationen und Unternehmen stellt Stipendien zur Verfügung, die meist einen Teil der Gesamtkosten abdecken. Welche Kriterien bei der Auswahl der Bewerber gelten, ist je nach Geldgeber unterschiedlich.

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