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Investmentfonds Teil 2: Welche Vorteile Fonds bringen und wie Sie das passende Produkt finden

02. Mai 2018

Wer in Wertpapiere investiert, sollte sein Risiko auf verschiedene Herausgeber verteilen. Damit lassen sich Kurseinbrüche einzelner Unternehmen abfedern, wenn unvorhergesehene Ereignisse wie etwa ein unerwartet schlechter Geschäftsverlauf den Kurs eines Aktientitels in den Keller schicken.

Beim direkten Investment in Aktien ist jedoch die Risikoverteilung bei kleineren Anlagebeträgen wenig rentabel, so dass der Erwerb von Anteilen an einem Investmentfonds meist die bessere Alternative ist. Nicht nur mit kleineren Einmalanlagen, sondern auch mit Sparplänen können Fondsanleger ihr Investment über alle im Fonds enthaltenen Einzelwerte streuen.

 

Wertpapierauswahl durch Profis

Um die Auswahl der einzelnen Wertpapiere kümmern sich die Fondsmanager, die auf umfangreiche Daten und Fakten ihrer Analyseteams zurückgreifen können. Damit verläuft der Auswahlprozess professioneller ab als bei einem privaten Aktienanleger, der nur allzu oft aus einem Bauchgefühl heraus entscheidet.

Cost-Average-Effekt bringt Kursvorteile

Beim Einrichten eines regelmäßigen Fondssparplans kommt ein weiterer Vorteil hinzu: Wenn die Wertpapierkurse niedrig sind, kauft der Anleger bei gleichbleibender Rate mehr Fondsanteile als bei höherem Kursniveau. Damit ist die Anzahl der günstig erworbenen Fondsanteile höher, so dass sich die durchschnittlichen Kurse beim Einstieg reduzieren und die Ertragschancen steigen. Dies wird in der Fachsprache als „Cost-Average-Effekt“ bezeichnet.

Nebenkosten senken

Ein nicht zu unterschätzender Erfolgsfaktor bei der Fondsanlage ist die Reduzierung der Nebenkosten. Denn: Jeder Euro, der als Gebühr an die Bank oder die Fondsgesellschaft gezahlt wird, schmälert die Rendite. Anleger sollten daher auf die Höhe der jährlichen Depotgebühr achten. So wird etwa das netbank Wertpapierdepot schon dann kostenlos geführt, wenn pro Kalenderjahr vier Sparplanraten ausgeführt werden.

Auch beim Erwerb der Fondsanteile können unterschiedlich hohe Kosten anfallen. Wer diese über einen Finanzvermittler bei der Fondsgesellschaft zeichnet, muss bei Aktienfonds mit einem Ausgabeaufschlag bis rund fünf Prozent rechnen, bei dem netbank Wertpapierdepot entfällt der Ausgabeaufschlag. Weitaus günstiger ist hingegen der Erwerb über die Börse: Bei einem Sparplan mit einer Monatsrate von 100 Euro zahlen netbank Kunden pro Rate nur 0,95 Euro, die 5.000-Euro-Einmalanlage kostet 15 Euro. Im Vergleich zum Kauf mit Ausgabeaufschlag kann somit der Erwerb von Fondsanteilen über die Börse eine Kostenersparnis von mehr als 90 Prozent bringen.

Wichtig: Bei der Anlage in Wertpapiere sollten Sie stets beachten, dass die Rendite nicht garantiert wird und je nach Wertpapiergattung mehr oder weniger stark schwanken kann. In gravierenden Fällen kann auch ein Totalverlust möglich sein. Hinzu kommt das Liquiditätsrisiko. Hierbei trägt der Anleger das Risiko, dass Wertpapiere aufgrund mangelnder Marktliquidität gegebenenfalls nur unterbewertet verkauft werden können.

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