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Homöopathie und Naturheilkunde: Welche Alternativen Ärzte und Heilpraktiker zur Schulmedizin bieten

09. April 2018

Homöopathie und Naturheilkunde: Welche Alternativen Ärzte und Heilpraktiker zur Schulmedizin bieten

Viele Verbraucher vertrauen nicht allein der Schulmedizin, sondern interessieren sich für alternative Behandlungsmethoden wie Homöopathie, Naturheilkunde oder Ayurveda. Solche Alternativen oder Ergänzungen zur herkömmlichen Therapie werden nicht nur von Ärzten, sondern auch von Heilpraktikern angeboten. Für Patienten stellt sich dabei nicht nur die Frage nach den Erfolgsaussichten, sondern auch nach den Kosten.

 

Von klassischer Homöopathie bis Geistheilung: Der Markt ist unübersichtlich

Wer sich für Naturheilverfahren interessiert, hat die Wahl zwischen einer Vielzahl an Therapiemöglichkeiten. Etablierte Behandlungsmethoden mit jahrhundertelanger Tradition wie Homöopathie oder Akupunktur sind ebenso zu finden wie exotische Verfahren. Abseits der bekannteren Behandlungsmethoden liegen oft keine wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit vor, so dass der Patient allein der Kompetenz des Therapeuten vertrauen muss.

Daher ist es für Patienten ratsam, sich gründlich über wissenschaftliche Untersuchungen und Erfahrungsberichte zu informieren, bevor die Entscheidung für eine bestimmte Behandlungsmethode getroffen wird.

Wer nach dem Heilpraktiker-Gesetz behandeln darf

Neben Ärzten dürfen auch andere medizinische Fachleute Krankheiten behandeln. Die Regeln für das Ausüben der Heilkunde sind im Heilpraktiker-Gesetz festgelegt. Ohne ärztliche Verordnung dürfen nur diejenigen einen Patienten behandeln, die eine Zulassung als Heilpraktiker vorweisen können. Diese erteilt das zuständige Gesundheitsamt nur dann, wenn die Betreffenden eine einschlägige Ausbildung absolviert und die Heilpraktiker-Prüfung bestanden haben.

Vorsicht ist geboten, wenn Therapeuten ohne Heilpraktiker-Zulassung die Behandlung von Krankheiten anbieten. In solchen Fällen laufen Patienten Gefahr, dass die Therapie ohne das erforderliche Hintergrundwissen ausgeübt wird – und häufig ist damit auch ein Verstoß gegen das Heilpraktiker-Gesetz verbunden.

Homöopathie und Co.: Was kostet die Behandlung und wer bezahlt sie?

Die Kosten für alternativmedizinische Behandlungen sind sehr unterschiedlich, da es keine einheitlichen Vorschriften zur Abrechnung gibt. Ärzte rechnen ihre alternativen Leistungen meist als frei kalkulierte Privatbehandlung ab. Bei Heilpraktikern gibt es zwar eine Gebührenordnung. Allerdings ist jedem Therapeuten freigestellt, ob er sich daran hält. So kann es durchaus vorkommen, dass für eine Homöopathie-Erstanamnese mit anschließender Ausarbeitung der eine Therapeut 100 Euro und ein anderer 200 Euro verlangt.

Bei einer kleinen Anzahl an naturheilkundlichen Verfahren wie Homöopathie, Osteopathie oder Akupunktur übernehmen einzelne Krankenkassen die Kosten, wenn ein Arzt die Behandlung durchführt. Gesetzlich Versicherte können überdies eine private Zusatzversicherung abschließen, die beispielsweise Heilpraktiker-Honorare erstattet. Voraussetzung ist im Regelfall, dass nach der Heilpraktiker-Gebührenordnung abgerechnet wird. Außerdem zahlen viele Versicherer nur einen Teil der Kosten oder geben eine jährliche Obergrenze vor. 

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