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Hausratversicherung: Wie Sie den optimalen Schutz für Ihren Hausrat finden

01. März 2018

Die Hausratversicherung zählt zu den beliebtesten Policen der Deutschen. Viele Millionen Haushalte verfügen über eine solche Versicherung, die den Hausrat gegen Feuer, Diebstahl, Wasserschäden und weitere Schadensereignisse schützt. Allerdings gibt es dabei einige Besonderheiten zu beachten, die Sie vor dem Abschluss kennen sollten.

 

Für wen lohnt sich eine Hausratversicherung?

Die Versicherung des Hausrats ist im Regelfall umso sinnvoller, je höher der Wert der Wohnungseinrichtung liegt. Während für die spartanisch eingerichtete Studentenbude eine Hausratversicherung meist wenig sinnvoll ist, sollte eine Police abgeschlossen werden, wenn höherwertige Einrichtungsgegenstände oder Elektronikgeräte in der Wohnung vorhanden sind.

Was alles zum Hausrat zählt

Als Hausrat zählen alle beweglichen Gegenstände in der Wohnung vom Wohnzimmerschrank über Computer und Fernsehgeräte bis hin zu Kleidungsstücken. Nicht versichert ist hingegen die Bausubstanz und alles, was mit dieser fest verbunden ist – dafür ist nämlich die Gebäudeversicherung zuständig. So gilt etwa ein auf dem Parkettboden liegender Perserteppich als Hausrat, während ein fest verklebter Teppichboden Teil des Gebäudes ist.

Wertsachen wie Schmuck oder Kunstgegenstände sind im Regelfall bis zu einem Gesamtbetrag von 20 Prozent der Versicherungssumme mitversichert. Sollte dies nicht ausreichen, müssen Sie in aller Regel den höheren Wert über eine Zusatzprämie abdecken.

Nützliche Extras inklusive

Neben den Standardleistungen bieten etliche Versicherer einer Hausratversicherung weitere Extras, die je nach persönlicher Situation sinnvoll sein können. So können auch Fahrräder mitversichert werden, was häufig günstiger ist als der Abschluss einer separaten Fahrradversicherung. Ebenfalls sinnvoll ist der Verzicht des Versicherers auf Leistungskürzung bei grober Fahrlässigkeit. Dies wäre etwa der Fall, wenn Sie beim Verlassen der Wohnung vergessen, eine brennende Kerze auszulöschen. Dies wird zumeist als grob fahrlässig eingestuft – und bei einem daraus resultierenden Wohnungsbrand riskieren Sie Leistungskürzungen, wenn grobe Fahrlässigkeit nicht mit abgedeckt ist.

Unterversicherung vermeiden

Die Höhe der Versicherungsprämie richtet sich zunächst nach dem Wert des Hausrats – und hier lauert für Sparfüchse die Unterversicherungsfalle: Wer bei einem realistischen Gesamtwert von 50.000 Euro nur 30.000 Euro als Versicherungssumme wählt, bekommt im Schadensfall die Leistung um 40 Prozent gekürzt, auch wenn der entstandene Schaden niedriger ist als die Versicherungssumme.

Um ihren Kunden die langwierige Wertermittlung zu ersparen, bieten die meisten Versicherer einer Hausratversicherung ein einfaches Modell an: Wenn pro Quadratmeter Wohnfläche pauschal 650 Euro als Versicherungssumme angesetzt werden, verzichtet der Versicherer auf Abzüge wegen Unterversicherung.