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So behalten Sie die Fitnessstudio-Kosten im Griff

13. April 2018

Schon seit Jahren erlebt der Fitnessmarkt einen anhaltenden Boom: Laut aktueller Statistik des Arbeitgeberverbands deutscher Fitness- und Gesundheitsanlagen (DSSV) sind mehr als zehn Millionen Bundesbürger Mitglied in einem Fitnessstudio. Die Bandbreite der Angebote reicht vom Discount-Studio bis hin zu exklusiven Fitnessclubs. Gemeinsam ist jedoch den meisten Studiobetreibern, dass sie mit ihren Kunden bevorzugt langlaufende Verträge abschließen.

 

Lange Laufzeiten als Preis für günstige Monatsbeiträge

Ganz überwiegend gilt: Je günstiger der monatliche Beitrag fürs Fitnessstudio, umso länger binden Sie sich an den Anbieter. Manche Studiobetreiber bestehen in der günstigsten Beitragsklasse auf einer anfänglichen Vertragslaufzeit von zwei Jahren, die sich automatisch um ein weiteres Jahr verlängert, wenn nicht mit einer Frist von mindestens drei Monaten gekündigt wird. Wenn Sie kürzere Laufzeiten bevorzugen, erkaufen Sie sich die Flexibilität meist mit einem deutlich höheren Monatsbeitrag.

Extraleistungen im Fitnessstudio kosten oft zusätzlich Geld

Je nach Anbieter und Art der Mitgliedschaft sollten Sie prüfen, ob zusätzlich zu den monatlichen Gebühren noch weitere Kosten fürs Fitnessstudio auf Sie zukommen. Häufig wird am Beginn eine Starter- oder Aufnahmegebühr verlangt, die zwischen rund 20 und mehr als 50 Euro betragen kann. Darin enthalten ist meist eine Einweisung in die Benutzung der Geräte.

Unter Umständen können weitere Ausgaben auf Sie zukommen. Vor allem in den günstigeren Tarifmodellen werden oftmals Extragebühren erhoben, wenn die Mitglieder beispielsweise die Dusche oder die Sauna benutzen wollen.

Wann ist ein vorzeitiger Ausstieg möglich?

Als Ärgernis können sich lange Vertragslaufzeiten erweisen, weil dann die Fitnessstudio-Kosten einfach weiterlaufen, auch wenn keine Nutzung mehr erfolgt. Wenn Sie beispielsweise eine Zwei-Jahres-Mitgliedschaft für monatlich 29 Euro abgeschlossen haben und nach drei Monaten mit dem Training aufhören, müssen Sie bis zum Ende der Laufzeit trotzdem noch insgesamt 609 Euro zahlen.

Eine vorzeitige Beendigung des Vertrags ist nur in Ausnahmefällen möglich. So ist der Umzug aus beruflichen Gründen in aller Regel kein anerkannter Grund für die sofortige Beendigung der Mitgliedschaft. Anders hingegen, wenn das Fitnessstudio umzieht: Ergibt sich daraus für den Kunden ein hoher zusätzlicher Zeitaufwand, darf er den Vertrag auch vor Ablauf der regulären Frist kündigen. Bei Krankheit oder Unfall muss in der Regel ein Arzt per Attest bestätigen, dass das Trainieren bis zum nächsten ordentlichen Ausstiegstermin nicht möglich ist.

Tipp: Lange Vertragslaufzeiten im Fitnessstudio kosten viel Geld, wenn Sie den langfristigen Trainingsplan nicht wie ursprünglich geplant realisieren können. Nutzen Sie daher das häufig angebotene kostenlose Probetraining, um herauszufinden, ob Sie beim passenden Anbieter gelandet sind. Manche Betreiber bieten auch Mitgliedschaften mit monatlicher oder vierteljährlicher Kündigung an. Diese sind zwar teurer, doch dafür kommen Sie bei Bedarf auch schneller wieder aus dem Vertrag heraus.