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Bitcoin: Was verbirgt sich hinter der virtuellen Waehrung?

14. Februar 2018

Bitcoin: Was verbirgt sich hinter der virtuellen Waehrung?

Der Bitcoin ist einer der Finanz-Medienstars der vergangenen Monate: Kaum ein Tag verging, an dem nicht in der Finanz- oder Publikumspresse über die digitale Währung berichtet wurde – was angesichts eines Wertzuwachses von mehr als 1.000 Prozent allein im Jahr 2017 wenig wundert. Auf der anderen Seite melden sich auch warnende Stimmen zu Wort, die in der Bitcoin-Euphorie eine gigantische Spekulationsblase sehen, die jeden Moment platzen kann. Grund genug also, sich mit den Hintergründen der digitalen Währung zu befassen.

 

Was ist ein Bitcoin überhaupt?

Der Bitcoin wurde im Jahr 2008 von anonymen Computerexperten entwickelt, um Zahlungen ohne die Einschaltung von Banken durchführen zu können. Kern des Bitcoin-Systems ist ein digitales Kassenbuch, das sämtliche Transaktionen aufzeichnet – die so genannte Blockchain. Diese wird aufwändig verschlüsselt und in einer Vielzahl an Kopien dezentral auf Computern gespeichert. Transaktionen erfolgen, indem der Absender eine Bitcoin-Adresse sowie einen Betrag angibt und die Daten dann versendet. In der Regel erfolgt dies über spezielle Internetplattformen, die so genannten „Bitcoin Wallets“.

Wie werden Bitcoins ausgegeben?

Im Gegensatz zu anderen Währungen werden Bitcoins nicht von einem Staat ausgegeben, sondern geschaffen, indem leistungsfähige Computer hochkomplexe Rechenaufgaben lösen. Dies wird als „Mining“ bezeichnet. Weil das System so konzipiert ist, dass die Aufgaben immer schwieriger werden, verlangsamt sich die digitale Geldschöpfung. Die maximale Geldmenge ist auf 21 Millionen Bitcoins limitiert.

Wo kann man Bitcoins sonst noch erwerben?

Im Internet existieren einige Online-Marktplätze, auf denen Bitcoins gekauft und verkauft werden können. Ähnlich wie an der Börse kommt die Preisbildung durch Angebot und Nachfrage zustande. Allerdings unterliegen die Handelsplätze weder der Börsenaufsicht noch der Einlagensicherung.

Mit welchen Werten sind Bitcoins gedeckt?

Als rein virtuelle Währung sind Bitcoins nicht durch das Vermögen oder die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einzelner Staaten gedeckt. Grundlage für die Bewertung sind Angebot und Nachfrage, die Akzeptanz von Bitcoins als Zahlungsmittel sowie das Vertrauen der Investoren in die Sicherheit der Verschlüsselungstechnik.

Was ist der Grund für die starken Wertschwankungen?

In Zeiten hoher Nachfrage kann der Kaufpreis von Bitcoins sprunghaft ansteigen, da aufgrund der begrenzten Geldschöpfung die Zahl der in Umlauf befindlichen Einheiten knapp ist. Dabei kann auch die alte Börsenweisheit „Die Hausse nährt die Hausse“ zum Tragen kommen: Je stärker der Wertzuwachs, umso mehr Menschen interessieren sich für den Kauf – und das wiederum lässt den Preis weiter steigen. Umgekehrt können jedoch starke Wertverluste eintreten, wenn das Interesse nachlässt oder das Vertrauen in die virtuelle Währung schwindet.

Eignen sich Bitcoins als Kapitalanlage?

Da Bitcoins nicht verzinst werden, resultieren mögliche Renditen alleine aus Kurssteigerungen. Damit entspricht die Investition in Bitcoins der Währungsspekulation. Darüber hinaus ist zu beachten, dass der Preis eines Bitcoins ausschließlich durch Angebot und Nachfrage gebildet wird und die Handelsplätze in aller Regel unreguliert sind. Bei rückläufiger Nachfrage können folglich hohe Verluste eintreten. Damit sind Bitcoins als Spekulationsobjekt und nicht als Kapitalanlage einzustufen.

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