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4 oft begangene Anlegerfehler – Teil 2

05. Januar 2018

4 oft begangene Fehler bei der Geldanlage – Teil 2

Anleger handeln häufig nicht rational – sei es aus Bequemlichkeit, aus Mangel an Hintergrundinformation oder weil die Entscheidung von Emotionen beeinflusst wird. In diesem zweiteiligen Beitrag erfahren Sie, welche Fehler bei der Geldanlage besonders oft gemacht werden und wie Sie sich davor schützen können.

Im ersten Teil ging es um zwei Fehler, die von vielen Verbrauchern allgemein bei der Kapitalanlage gemacht werden. Nun befasst sich der zweite Teil mit weiteren häufigen Anlagefehlern, die im Zusammenhang mit der Wertpapieranlage stehen.

Fehler 3: Zu hohes Risiko aufgrund mangelnder Diversifizierung (Streuung)  

Bei der Aktienanlage gilt als Grundsatz, dass Anleger mehrere Wertpapiere von Unternehmen aus unterschiedlichen Regionen und Branchen mischen sollten, um mögliche Kurseinbrüche in einzelnen Marktsegmenten abzufedern. Wer nur zwei oder drei Aktientitel im Wertpapierdepot hat, riskiert überproportionale Verluste, wenn eines der Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät. Experten empfehlen, mit mindestens 10 Aktien aus verschiedenen Wirtschaftszweigen und Regionen eine ausgewogene Mischung zusammenzustellen.

Dies gilt auch im übertragenen Sinn für die Anlage in Fonds. Wer sich nur auf Deutschland als Anlageschwerpunkt konzentriert, vernachlässigt die internationale Ausrichtung und geht im Vergleich zum weltweit investierenden Fondsanleger meist ein höheres Risiko ein.

Fehler 4: Zu viel Aktionismus

Eine alte Börsenweisheit sagt: „Hin und her macht die Taschen leer.“ Wer seine Kapitalanlagen häufig umschichtet, verursacht durch die Transaktionen hohe Nebenkosten – und das kann dazu führen, dass unterm Strich die Rendite von den Kosten praktisch zunichte gemacht wird. Und: Wer immer versucht, auf den neuesten Kapitalmarkttrend aufzuspringen, verliert oftmals die langfristigen Anlageziele aus den Augen.

Tipp: Entscheiden Sie sich für eine Anlagestrategie der ruhigen Hand, indem Sie über Ihre Anlage erst nach sorgfältiger Prüfung entscheiden und den gewählten Weg jedoch auch langfristig durchhalten. Maßvolle Korrekturen sollten beispielsweise dann erfolgen, wenn sich die Lebenssituation und damit auch die Finanzplanung ändert oder wenn aufgrund unterschiedlicher Wertentwicklungen eine Neujustierung der Anlageklassen erforderlich ist.

Beispiel: Sie haben sich dazu entschieden, jeweils die Hälfte Ihres Wertpapiervermögens von insgesamt 20.000 Euro in einen Indexfonds (ETF) auf weltweite Aktien und einen schwankungsarmen Anleihen-ETF zu investieren. Nach drei Jahren hat der Aktien-ETF einen Wertzuwachs von 25 Prozent vorzuweisen, während der Anleihen-ETF um 5 Prozent zugelegt hat. Daraus resultiert ein Guthaben von 12.500 Euro in Aktien und 10.500 Euro in Anleihen. Um das ursprüngliche Mischungsverhältnis wiederherzustellen, schichten Sie 1.000 Euro von Aktien-ETF in den Anleihen-ETF um.

 

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