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4 oft begangene Anlegerfehler – Teil 1

03. Januar 2018

Anleger handeln häufig nicht rational – sei es aus Bequemlichkeit, aus Mangel an Hintergrundinformation oder weil die Entscheidung von Emotionen beeinflusst wird. In diesem zweiteiligen Beitrag erfahren Sie, welche Fehler bei der Geldanlage besonders oft gemacht werden und wie Sie sich davor schützen können.

Der erste Teil befasst sich mit zwei häufigen Fehlern, die allgemein bei der Kapitalanlage gemacht werden.

Fehler 1: Anlegen ohne Finanzplanung

Bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, sollten Sie zuvor prüfen, ob das Anlageprodukt zu Ihrer persönlichen Finanzplanung passt. Das Problem: Viele Verbraucher machen Sie zu wenige oder überhaupt keine Gedanken darüber, wofür sie mittel- und langfristig Geld benötigen und wie sie das erforderliche Kapital aufbauen.

Dabei ist die Finanzplanung gar nicht so schwer, wenn Sie Ihre Sparziele in drei Kategorien einteilen: Die kurzfristige Geldreserve, das mittelfristige Sparen auf Anschaffungen und langfristig den Vermögensaufbau mit Blick auf die Altersvorsorge. Das Sparziel ist entscheidend für die Auswahl der in Frage kommenden Anlageprodukte. Während für die kurz- und mittelfristige Anlage sichere Anlagen wie beispielsweise das Tagesgeldkonto geeignet sind, können Anleger beim langfristigen Vermögensaufbau je nach Risikoneigung auch schwankungsintensivere Anlageklassen wie etwa Aktien- oder Indexfonds (ETFs) durch ein Wertpapierdepot einsetzen.

Beispiel: Unpassend wäre es grundsätzlich, für den in zwei bis drei Jahren geplanten Autokauf einen mit Wertschwankungen verbundenen Aktienfonds auszuwählen. Für dieses Sparziel könnte beispielsweise ein Sparplan auf dem Tagesgeldkonto weitaus besser geeignet sein.

Fehler 2: Zu hohe Nebenkosten bei der Geldanlage

Viele Anleger machen sich keine Gedanken darüber, welche Nebenkosten bei ihrer Kapitalanlage an der Rendite zehren. Dazu einige Beispiele:

  • Bei kapitalbildenden Lebens- oder Rentenversicherungen sind die Kosten in die Monatsraten eingerechnet und schmälern das angesparte Kapital.

  • Wer einen Bausparvertrag besitzt, muss oftmals Abschlussgebühren oder laufende Serviceentgelte bezahlen.

  • Bei der Anlage in Investmentfonds gilt es unterschiedliche Gebührenposten wie etwa den Ausgabeaufschlag, die jährliche Verwaltungsgebühr sowie die Kosten für die Verwaltung der Fondsanteile bei der depotführenden Bank zu berücksichtigen.

Weil die Nebenkosten direkt den Gewinn schmälern, sind Anlageprodukte mit möglichst günstiger Kostenstruktur von Vorteil. Daher lohnt es sich, vor der Anlageentscheidung einen kritischen Blick auf die Kosten zu werfen und verschiedene Anbieter miteinander zu vergleichen.

Beispiel: Wer durch die Wahl einer kostengünstigen Bank bei einem Fondssparplan statt des regulären Ausgabeaufschlags von 5,0 Prozent nur eine Transaktionsgebühr von 0,3 Prozent zahlt und das Depot gebührenfrei führen kann anstatt für 15 Euro pro Jahr entrichten zu müssen, spart bei einer monatlichen Sparrate von 100 Euro im Lauf von fünf Jahren Gebühren in Höhe von 357 Euro.

Ausblick: Im zweiten Teil geht es um weitere Anlagefehler, die oftmals bei der Wertpapieranlage gemacht werden.