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Geld für Kinder anlegen: Vom Juniordepot bis zum Goldbarren

13. November 2018

Wenn Eltern oder Großeltern Geld für Kinder anlegen, freut sich der Nachwuchs später einmal über die finanzielle Starthilfe. Ob Kauf des ersten eigenen Autos oder Finanzierung eines längeren Auslandsaufenthalts: Mit dem Kapital können junge Erwachsene so manchen Traum verwirklichen. Diejenigen, die das Geld für ihre Kinder oder Enkel ansparen, können dabei zwischen unterschiedlichen Geldanlageprodukten wählen. Wir stellen Ihnen heute zwei ganz unterschiedliche Möglichkeiten vor.

Das Juniordepot für Fonds und Wertpapiere

Ein Wertpapierdepot können nicht nur Erwachsene, sondern auch Minderjährige besitzen. Wichtigster Unterschied zum klassischen Erwachsenen-Depot: Beim Anlegen des Wertpapierdepots müssen die gesetzlichen Vertreter des Kindes ihre Personalien mit angeben und das Formular mit unterschreiben.  
 
Nach der Eröffnung des Juniordepots können dann Fondssparpläne eingerichtet und Wertpapierorders in Auftrag gegeben werden. In erster Linie kommen Fonds in Frage, da sich hier schon mit kleinen Anlagebeträgen eine breite Risikostreuung realisieren lässt. Welche Fondsgattungen geeignet sind, hängt von der Risikobereitschaft und vom Anlagehorizont ab:

  • Aktienfonds eignen sich für die langfristige Anlage, bieten hohe Renditechancen, sind jedoch mit starken Wertschwankungsrisiken verbunden. Um eine ideale Risikostreuung zu erzielen, sollten Sparer einen Fonds wählen, der sein Kapital weltweit über alle wichtigen Branchen und Wirtschaftsregionen streut.
  • Rentenfonds sind meist deutlich weniger schwankungsintensiv als Aktienfonds, bieten jedoch geringere Renditemöglichkeiten. Das Risikoprofil hängt davon ab, ob der Schwerpunkt auf sicheren Staatsanleihen von Industrieländern oder riskanteren Schwellenländer- und Unternehmensanleihen liegt.
  • Mischfonds setzen sowohl auf Aktien als auch auf Anleihen. Über das Verhältnis von Chance und Risiko entscheidet jeweils die Zusammensetzung der Mischung.

Goldbarren: Emotionales und werthaltiges Edelmetall in Reinkultur

Beim Goldbarren handelt es sich um eines der ältesten Zahlungsmitteln: Schon lange bevor Münzen geprägt wurden, wurden kleine Barren aus Gold oder Silber vor rund 4.000 Jahren in China als eine frühe Form des Geldes verwendet.
 
Auch heute sind Goldbarren als Kapitalanlage beliebt. Sachwerte sind immer mehr im Kommen. Gold als Investment rückt dabei verstärkt in den Fokus. 

Nur wenige Hersteller sind zertifiziert

Wer Edelmetallbarren herstellen und in den Umlauf bringen will, muss besondere Auflagen erfüllen. Unter anderem müssen die Unternehmen zertifiziert sein und auf den Barren ihr Erzeugerzeichen sowie den Feingoldgehalt, das Gewicht, das Herstellungsjahr und eine Seriennummer aufprägen. Die wichtigsten Goldbarrenproduzenten sind am London Bullion Market, einem der wichtigsten Goldhandelsplätze der Welt, auf der „Good Delivery List“ aufgeführt und dort zum Handel zugelassen.
 
Hergestellt werden Goldbarren meist von Scheideanstalten, in denen das Gold mit chemischen und thermischen Verfahren aus Roh- und Recyclingmaterial gewonnen wird. Bekannte Scheideanstalten sind beispielsweise Degussa, Umicore, Heraeus und Metalor.

Passende Gewichte für jeden Bedarf

Je nach Hersteller werden Goldbarren in unterschiedlichen Gewichten produziert. Als Einheit kann sowohl das Gramm als auch die Feinunze dienen. Eine Feinunze entspricht rund 31,1 Gramm. Wer ein netbank Depot bei der Augsburger Aktienbank besitzt, kann Goldbarren zwischen einem und 1.000 Gramm erwerben und diese beim Lagerpartner pro aurum im Hochsicherheits-Tresor verwahren lassen.

Für wen eignen sich Goldbarren?

Goldbarren sind als Kapitalanlage geeignet, wenn nicht der Sammlerwert, sondern der reine Goldwert im Mittelpunkt steht. Bezogen auf das reine Goldgewicht sind Goldbarren oftmals etwas preisgünstiger als Münzen, da der Aufwand bei der Herstellung und Prägung geringer ist.

Welche Anlageform kommt für mich in Frage?

Mit welchem konkreten Anlageprodukt Sie Geld für Kinder anlegen möchten, können Sie anhand von zwei stichhaltigen Kriterien entscheiden.
 
Das erste Kriterium ist die Frage, ob Sie ein Wertschwankungsrisiko eingehen wollen. Wenn Sie dies nicht möchten, ist eine Investition in Gold eine gute Wahl.
 
Beim zweiten Kriterium geht es um die Laufzeit. Ist das Kind schon im jugendlichen Alter angekommen und soll kurz- bis mittelfristig auf das Geld zugreifen können, ist es besser, wenn Sie Schwankungsrisiken vermeiden. Geht es hingegen darum, für ein Neugeborenes oder ein Kleinkind einen langfristigen Sparplan einzurichten, können die Renditechancen der Aktienmärkte auf lange Sicht das Kapital zu einer ansehnlichen Summe anwachsen lassen.
 
Wichtig: Bei der Anlage in Wertpapiere sollten Sie stets beachten, dass die Rendite nicht garantiert wird und je nach Wertpapiergattung mehr oder weniger stark schwanken kann. In gravierenden Fällen kann auch ein Totalverlust möglich sein. Hinzu kommt das Liquiditätsrisiko. Hierbei trägt der Anleger das Risiko, dass Wertpapiere aufgrund mangelnder Marktliquidität gegebenenfalls nur unterbewertet verkauft werden können.

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