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Urlaubsgeld: Ein freiwilliges Extra vom Chef

23. Mai 2017

Urlaubsgeld: Ein freiwilliges Extra vom Chef

Im Mai und Juni freuen sich viele Arbeitnehmer über ein Extra auf der Gehaltsabrechnung: Vier von zehn Angestellten in Deutschland erhalten laut einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung Urlaubsgeld. Je nach Branche und Betrieb kann die Gratifikation sehr unterschiedlich ausfallen. Das WSI ermittelte in seiner Online-Umfrage unter rund 6.400 Beschäftigten für mittlere Vergütungsgruppen eine Spanne zwischen 155 und mehr als 2.000 Euro.

Kein gesetzlicher Anspruch

Gesetzliche Regelungen gibt es zur Sonderzahlung vor der Urlaubszeit nicht. Ob und in welcher Höhe Urlaubsgeld überwiesen wird, hängt daher zunächst einmal von tariflichen Vereinbarungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften ab. Unterliegt ein Betrieb der Tarifbindung, wird das tarifliche Urlaubsgeld gezahlt.

In Betrieben ohne Tarifbindung wird das Urlaubsgeld auf freiwilliger Basis oder im Rahmen einer Betriebsvereinbarung gewährt. Bei freiwilliger Zahlung erhalten die Mitarbeiter im Regelfall zusammen mit der Gehaltsabrechnung einen Brief, in dem der Arbeitgeber darauf hinweist, dass die Gratifikation freiwillig erfolgt und daraus kein Anspruch auf künftige Zahlungen entsteht. Damit hält er sich die Option offen, in schlechten Jahren das Urlaubsgeld auch wieder streichen zu können.

Auch wenn die Zahlung des Urlaubsgeldes freiwillig erfolgt, muss der Arbeitgeber den Grundsatz der Gleichbehandlung beachten. Das bedeutet: Einem Mitarbeiter darf nicht einfach das Urlaubsgeld gestrichen werden, nur weil seine Sympathiewerte beim Chef gesunken sind.

Nur ein Teil kommt netto an

Wie das ganz normale Gehalt ist auch das Urlaubsgeld steuer- und sozialversicherungspflichtig. Damit steigen in dem Monat, in dem das Urlaubsgeld ausgezahlt wird, auch die Abgaben an Finanzamt, Krankenkasse und Rentenversicherung. Die Folge: Vom Brutto-Urlaubsgeld kommt nur ein Teil auch wirklich als Netto-Zahlung beim Arbeitnehmer an.

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