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Welche Trinkgeld-Gepflogenheiten gelten im Ausland?

10. Mai 2016

Welche Trinkgeld-Gepflogenheiten gelten im Ausland?

Pfingstzeit ist Reisezeit – und da stehen Urlauber im Ausland oft vor der Frage, wie sie sich angemessen verhalten, wenn es ums Trinkgeld geht. In Deutschland ist klar: Fünf bis zehn Prozent Trinkgeld kommen im Restaurant immer gut an, und der Taxifahrer freut sich auch, wenn die Rechnung aufgerundet wird. Doch welche Beträge und Verhaltensweisen sind in anderen Ländern angemessen?

Im europäischen Ausland können Sie meist davon ausgehen, dass beim Trinkgeld ähnliche Sitten herrschen wie in Deutschland – zumindest was die Höhe von fünf bis zehn Prozent der Restaurantrechnung betrifft. Die Übergabe an die Bedienung findet jedoch in einigen Ländern diskreter statt als in Deutschland, wo es sich eingebürgert hat, beim Bezahlen den aufgerundeten Betrag zu nennen. So ist es etwa in Frankreich, Spanien, Portugal und anderen mediterranen Regionen üblich, die Restaurantrechnung exakt zu bezahlen und hinterher das Trinkgeld auf dem Tisch liegenzulassen.

Angelsächsische und amerikanische Sitten

In Großbritannien und Irland sollten Sie darauf achten, ob die Rechnung im Restaurant eine „Service Charge“ enthält. Wenn ja, bekommt das Bedienungspersonal schon einen gewissen Anteil und es genügen rund fünf Prozent Trinkgeld. Fehlt der Posten, sollten Sie die Rechnung um etwa 10 bis 15 Prozent aufrunden.

Noch mehr Trinkgeld sollten Sie einkalkulieren, wenn Sie in die USA oder nach Kanada reisen und dort ausgehen. Dort bekommt nämlich das Servicepersonal meist nur einen sehr niedrigen Lohn und ist überwiegend auf die „Tips“ angewiesen. Daher ist es angebracht, etwa 15 bis 20 Prozent Trinkgeld zu geben. Auch beim Taxifahren sollten Sie großzügiger aufrunden als in Deutschland.

Servicekultur in Ostasien

Gegensätzliche Gebräuche sind in Ostasien vorzufinden: Vor allem in Japan und China gibt es keine Trinkgeld-Tradition, und der aufmerksame Service wird dort nicht extra honoriert. In Japan kann das Geben von Trinkgeld sogar als beleidigendes „Almosen“ aufgefasst werden. Lediglich in Touristenzentren, die auf westliche Kundschaft ausgerichtet sind, hat sich mittlerweile auch in Fernost das Aufrunden eingebürgert.

All-inclusive-Reisen

Unsicherheit herrscht oft bei der Frage, wie man die Trinkgeldfrage elegant bei Reisen löst, in denen die komplette Verpflegung bereits im Reisepreis inbegriffen ist. Die einfache Lösung: Achten Sie darauf, ob Sammelbüchsen oder Sparschweine aufgestellt sind, in die Sie einen kleinen Obulus einwerfen können. Den Inhalt teilt dann das Servicepersonal unter sich auf.

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