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Studiengebühren: Was auf Studenten zukommen kann

11. August 2016

Studiengebühren: Was auf Studenten zukommen kann

Studiengebühren an staatlichen Hochschulen waren vor einiger Zeit in Deutschland noch ein kontrovers diskutiertes Thema. Mittlerweile haben jedoch alle Bundesländer zumindest für die Regelstudienzeit im Erststudium die Gebühren wieder abgeschafft. Allerdings: Wer ein zweites Studium dranhängt oder länger studiert als vorgesehen, muss in einigen Ländern Gebühren zahlen.

Gebühren für Langzeitstudenten und Zweitstudium

Beim Überschreiten der Regelstudienzeit um mehr als vier Semester bitten einige Bundesländer die Studenten zur Kasse. Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt verlangen dann 500 Euro pro Semester, in Niedersachsen kann die Gebühr sogar auf 800 Euro steigen. Bremen erhebt unabhängig von der Regelstudienzeit 500 Euro nach dem 14. Semester. Das Zweitstudium schlägt in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz mit 300 bis 650 Euro pro Semester zu Buche.

Dennoch ist das Studieren an staatlichen Hochschulen in Deutschland nicht ganz kostenfrei. Wer an einer Hochschule immatrikuliert ist, muss für jedes Semester einen Semesterbeitrag – der zuweilen auch als Sozialbeitrag bezeichnet wird – an das Studentenwerk entrichten. Mit diesem Beitrag werden Leistungen finanziert, die letztlich wieder den Studenten zugute kommen. Dazu zählen etwa die Studentenvertretung an der Hochschule oder die Bezuschussung von Mensen und Studentenwohnheimen. In manchen Bundesländern ist im Semesterbeitrag auch der Preis für das Semesterticket des öffentlichen Nahverkehrs enthalten. Die Kosten variieren meist von rund 100 bis knapp 300 Euro pro Halbjahr.

Hohe Gebühren bei privaten Hochschulen

Weitaus kostspieliger ist meist das Studieren an privaten Hochschulen, die im Gegensatz zu den staatlichen Einrichtungen oft hohe Studiengebühren erheben. Je nach Hochschule und Fachgebiet kann es dabei gewaltige Unterschiede geben: Nach einer Erhebung des Deutschen Wissenschaftsrates reichen die monatlichen Kosten bei Bachelor-Studiengängen von 120 bis 1.500 Euro, Master-Studiengänge können noch deutlich teurer sein. Kleiner Lichtblick für besonders Begabte: Wer ein Stipendium ergattert, kann auf eine anteilige oder sogar vollständige Übernahme der Gebühren durch seinen Förderer hoffen.

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