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BAföG & Co.: Finanzierungsmöglichkeiten fürs Studium

12. August 2016

BAföG & Co.: Finanzierungsmöglichkeiten fürs Studium

Wer ein Studium beginnt, muss sich auf einige Jahre mit erhöhtem Geldbedarf einstellen. Es gilt Arbeitsmittel für das Studium, Tickets für den Nahverkehr, den täglichen Lebensunterhalt und unter Umständen noch die Miete für die Studentenbude zu finanzieren. All das kann dazu führen, dass Monat für Monat etliche Hundert Euro aufgebracht werden müssen. Je nach Einkommenssituation kann dies für Familien eine erhebliche Belastung bedeuten. Diese kann jedoch gemindert werden, indem unterschiedliche Finanzierungsquellen genutzt werden.

BAföG: Staatliche Förderung in Abhängigkeit vom Einkommen

Um auch Kindern aus Familien mit geringem Einkommen das Studium zu ermöglichen, bietet der Staat die Studienfinanzierung durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz an, die landläufig als BAföG bekannt ist. Voraussetzung ist, dass sowohl das Einkommen der Eltern wie auch das eigene Einkommen nicht ausreicht, um die Kosten des Studiums zu tragen. Außerdem darf zum Beginn des Ausbildungsabschnitts das 30. Lebensjahr nicht vollendet sein. Bei Masterstudiengängen liegt die Altersgrenze bei 35 Jahren. Hierfür gelten Ausnahmeregelungen über die Sie sich hier informieren können.

Wird BAföG beantragt, dann werden die eigenen Einkünfte und die der Eltern nach einem komplexen Verfahren auf die Förderung angerechnet, so dass sich je nach individueller Konstellation ein Förderbetrag zwischen Null und 670 Euro pro Monat ergeben kann. Die Maximalförderung soll zum Wintersemester 2016/2017 auf 735 Euro angehoben werden. Beim Hochschulstudium wird das BAföG im Regelfall zur Hälfte als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Bis zu einer Höhe von 10.000 Euro muss der Rest nach dem Ende des Studiums nach und nach zurückgezahlt werden, wobei der Staat für diesen Anteil keinen Zins verlangt.

Stipendium: Geldquelle für besondere Talente

Für Abiturienten, die einen besonders guten Notendurchschnitt oder weit überdurchschnittliche Leistungen in einzelnen Fächern vorweisen können, kann ein Stipendium die Finanzierung des Studiums ganz erheblich erleichtern. Das größte Stipendienprogramm ist das Deutschlandstipendium, das aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert wird und von dem im vergangenen Jahr mehr als 24.000 Studenten profitieren konnten. Auch privatwirtschaftliche Unternehmen und Verbände sowie Stiftungen bieten solche Förderprogramme an. Interessierte können sich auf www.stipendienlotse.de kundig machen, wo sie sich mit ihren Studienwünschen und Begabungen um ein Stipendium bewerben können.

Nebenjob: In Maßen empfehlenswert

Wer weder auf BAföG noch auf ein Stipendium zurückgreifen kann, hat immerhin noch die Möglichkeit, die klamme Studentenkasse mit Einnahmen aus einem Nebenjob aufzufüllen. Allerdings sollte die Arbeit nicht allzu großen Umfang einnehmen – und das nicht nur mit Blick auf die Beeinträchtigung der Leistungen, wenn allzu viel Zeit mit Geldverdienen statt mit Lernen verbracht wird. Wer bestimmte Grenzen überschreitet, muss nämlich Einkommensteuer und eigene Krankenversicherungsbeiträge zahlen.

Um der Krankenversicherungspflicht zu entgehen, sollte die wöchentliche Arbeitszeit während des Semesters stets weniger als 20 Stunden betragen. Am unproblematischsten ist es, in diesen Zeiträumen auf 450-Euro-Basis zu jobben. Wer das Geldverdienen lieber in die Semesterferien verlegt, sollte maximal drei Monate oder 70 Arbeitstage am Stück arbeiten, um nicht krankenversicherungspflichtig zu werden.

 

Antragsformulare für BAföG sowie weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

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