Blog

Viele interessante Beiträge und Wissenswertes rund um das Thema Finanzen.

Wertpapiere – eine Möglichkeit der Niedrigzins-Falle zu entkommen

16. Juni 2016

Wertpapiere – eine Möglichkeit der Niedrigzins-Falle zu entkommen

Je länger die Zinsen auf extrem niedrigem Niveau verharren, umso schwieriger wird es, mit verzinsten Anlageprodukten Vermögen aufzubauen. Weil für viele Anlageformen die Zinsen nahe am Nullpunkt liegen, helfen Zins und Zinseszins kaum noch beim Wachstum des Anlagekapitals. Die Folge: Wer nur auf Sparanlagen mit Minizins setzt, kann womöglich seine langfristigen Anlageziele nicht mehr erreichen.

Angesichts dieser Entwicklung kann es ratsam sein, die bisherige Anlagestrategie zu überdenken und je nach persönlicher finanzieller Situation dem Wertpapierinvestment mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Auf lange Sicht bringen Aktien die Chance auf deutlich mehr Gewinn als Zinsanlagen. Zu beachten ist jedoch, dass die Anlage in Aktien oder Fonds mit Risiken wie dem Konjunktur- oder Emittentenrisiko verbunden ist.

Wann kommen Aktien in Frage?

Allerdings eignet sich nicht jeder Baustein im Vermögensmix für die Anlage an den Wertpapiermärkten. So sollten Beträge, die für kurz- bis mittelfristige Anschaffungen wie beispielsweise einen ins Auge gefassten Autokauf vorgesehen sind, ohne Wertschwankungsrisiko angelegt werden. Auch der Notgroschen, der bei ungeplanten größeren Ausgaben kurzfristig in Anspruch genommen werden kann, sollte trotz Niedrigzins auf dem Tagesgeldkonto bleiben, wo das Geld vor Verlusten geschützt ist.

Generell gilt: Je länger Sie Ihr Kapital anlegen wollen, umso eher kommen Aktien in Betracht. Wenn Sie in den nächsten zehn oder mehr Jahren nicht auf Ihr Guthaben zugreifen müssen, können Sie etwaige Kursverluste einfach aussitzen und in aller Ruhe auf bessere Börsenzeiten warten.

Verteilen Sie das Risiko

Bei der Aktienanlage sollten Sie nicht alles auf eine Karte setzen, sondern Ihren Einsatz auf Aktien unterschiedlicher Branchen und Regionen verteilen. Wichtige Branchen wie beispielsweise Konsumgüter, Finanzdienstleister, Energieversorger, Chemie, Technologie und Arzneimittel sollten ebenso abgedeckt werden wie die globalen Wirtschaftsregionen Europa, Nordamerika und Ostasien.

Um diese Streuung mit der Direktanlage in Aktien zu erzielen, müssten Sie jedoch ein vergleichsweise hohes Gesamtkapital investieren, das auf wenigstens acht bis zehn Einzeltitel so aufgesplittet werden kann, dass für die einzelnen Orders keine unverhältnismäßig hohen Transaktionskosten entstehen. Darüber hinaus ist eine laufende Marktbeobachtung notwendig, um bei ungünstigen Unternehmensentwicklungen frühzeitig reagieren zu können. 

Fonds – eine mögliche Alternative

Sowohl für die Einmalanlage wie auch für die Einrichtung von Sparplänen können Investmentfonds eine sinnvolle Alternative zum Direktkauf von Aktien sein. Bei Fonds beteiligt sich der Anleger zusammen mit vielen tausend anderen Investoren an einem gemeinschaftlichen Wertpapierportfolio, das vom Fondsmanagement professionell verwaltet wird. Vorteil: Als Fondsanleger brauchen Sie sich nicht selbst um die Zusammenstellung der einzelnen Wertpapiere zu kümmern und können zu günstigen Konditionen auch kleinere Anlagebeträge am Kapitalmarkt anlegen.

Besonders kostengünstig sind Indexfonds (ETFs), die auf eine Aktienauswahl verzichten, einfach einen Aktienindex wie den DAX oder den MSCI-Weltaktienindex abbilden und aufgrund dieser Einsparungen besonders niedrige jährliche Verwaltungskosten aufweisen können. Diese Anlageprodukte werden vor allem von Anlegern bevorzugt, die auf möglichst niedrige Nebenkosten Wert legen und dank der Indexabbildung ein Maximum an Transparenz erhalten wollen.   

Bitte beachten Sie: Anlagen in Investmentfonds sind auch immer mit Risiken verbunden. Nachfolgend möchten wir Sie über ausgewählte Risiken beim Wertpapierkauf informieren.

Kursänderungsrisiko: Der Anleger trägt das Risiko, dass der Wert des Fonds während der Laufzeit fällt und auch deutlich unter dem Erwerbspreis liegen kann.

Währungsrisiko: Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass sich der Wechselkurs der für das Produkt relevanten Währungen zum Nachteil des Anlegers ändert.

Liquiditätsrisiko: Der Anleger trägt das Risiko, dass Wertpapiere im Fonds aufgrund mangelnder Marktliquidität gegebenenfalls nur unterbewertet verkauft werden können.

Clever angelegt: Das netbank-Wertpapierdepot

Ob Investmentfonds, ETFs, Aktien, Rentenpapiere, Zertifikate oder Optionsscheine – in dem netbank Wertpapierdepot können Sie alle Ihre Wertpapiere ganz einfach online handeln und verwahren.

beliebteste Tags

Baufinanzierung • Kreditkarte • Sicherheit • Geldanlage • Hypothekenzinsen