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Luxusgüter: Kapitalanlage für alle Sinne

14. September 2016

Luxusgüter: Kapitalanlage für alle Sinne

Ob Oldtimer, edle Weine, Kunstobjekte oder andere Raritäten: Was für die einen ein Objekt der Bewunderung ist, kann für andere ein lukratives Investment darstellen. Längst nicht jeder Käufer von Raritäten und Luxusgütern frönt nur einem teuren Spleen – viele Sammler betrachten ihre Kollektionen als renditeträchtiges Investment. Und das nicht zu Unrecht, wie die Entwicklung des vom britischen Beratungsunternehmens Knight Frank herausgegebenen Luxury Investment Index zeigt: Von Ende 2005 bis Ende 2015 konnten sich Besitzer von Luxusobjekten im Schnitt über einen Wertzuwachs von 200 Prozent freuen.

Besonders lukrativ war in diesem Zeitraum der Erwerb von Oldtimern, deren Wert sich im Lauf von zehn Jahren fast verfünffachte. Kunst, Spitzenweine und seltene Sammlermünzen erzielten jeweils eine Wertsteigerung von mehr als 200 Prozent, und sogar die offenbar noch lange nicht aus der Mode gekommene Briefmarkensammlung bescherte ihren Besitzern durchschnittlich gut 160 Prozent Mehrwert. Allerdings gab es auch weniger lukrative Segmente: Während der Wert von hochwertigen Uhren seit 2005 immerhin noch um 67 Prozent zulegte, verbuchten antike Möbel einen Verlust von 29 Prozent.

Allerdings ist die Anlage in Luxusgüter und Raritäten nicht nur mit Blick auf die oftmals hohen Kaufpreise mit größerem Aufwand verbunden als der Kauf von Aktien oder die Eröffnung eines Anlagekontos. So gilt es die wertvollen Stücke nicht nur gegen Diebstahl zu schützen, sondern auch sachgerecht zu lagern. Beispiel Spitzenweine: Die edlen Tropfen behalten ihre Qualität nur, wenn sie bei konstant kühler Temperatur aufbewahrt werden. Und technische Kunstwerke wie Oldtimer oder mechanische Uhren benötigen regelmäßige Wartung, um den Wert zu erhalten.

Dazu kommt, dass im Luxussegment nur diejenigen einen nachhaltigen Gewinn erzielen können, die sich in der Materie auskennen und imstande sind, mit sicherem Blick die Spreu vom Weizen zu trennen. Wer ohne Fachwissen kauft, läuft Gefahr, zweitklassige Objekte ohne echtes Wertsteigerungspotenzial zu erwerben. Für Einsteiger ist daher der fachkundige Rat eines Profis praktisch unerlässlich.

Klappt es am Ende noch nicht mit dem finanziellen Gewinn, bleibt Sammern immerhin noch die ideelle Rendite erhalten: Die Freude an der eigenen Sammlung kann so manchen darüber hinwegtrösten, dass die Objekte bei einem Verkauf einen geringeren Preis als beim Erwerb erzielen würden.

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