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Klassische Tricks von Anlagebetrügern

14. Oktober 2015

In der anhaltenden Niedrigzinslage sind Anleger akut auf der Suche nach rentableren Geldanlagen. Leider ruft dies verstärkt Betrüger auf den Plan. Dubiose Angebote mit unrealistischen Gewinnversprechen und horrenden Provisionsregelungen sind bei Falschmünzern oft Mittel zum Zweck. Auch die Zahlen des Bundeskriminalamtes belegen diesen Trend: In 2014 stieg die Anzahl der Beteiligungs- und Kapitalanlagebetrugsdelikte gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent. Über die Dunkelziffer kann nur spekuliert werden, doch müssen wir in diesem Zusammenhang von einem Vielfachen dieser Zahlen ausgehen. Die sehr gute polizeiliche Aufklärungsquote der erfassten Anlagebetrugsdelikte von sage und schreibe 99 Prozent steht hier jedoch im starken Kontrast zur bitteren Realität der Betroffenen. Denn Tatsache ist, dass Geschädigte ihr Geld oft nie wieder sehen.


Deutliche Warnsignale sollten Anleger deshalb kennen, um sich vor Betrug zu schützen:

  • Gewinngarantien: Hohe Renditen haben naturgemäß eine starke Anziehungskraft. Doch Vorsicht: Je höher die Renditeversprechen, desto größer sind auch die Verlustrisiken. Zur Orientierung können die zehnjährigen Bundesanleihen dienen. Diese rentieren sich aktuell mit nur etwa 0,7 Prozent. Wenn deutlich höhere Renditen versprochen werden, sollten Anleger skeptisch werden.
  • Erstkontakt per Telefon: Unseriöse Anbieter knüpfen erste Kontakte gern per Telefon. Doch das ist laut gesetzlichen Regelungen ausdrücklich verboten. Deshalb gilt: Anleger sollten sich erst gar nicht auf solche Gespräche einlassen.
  • Provisionsregelungen: Werden Provisionsvereinbarungen unzureichend oder falsch ausgewiesen, sollten Anleger unbedingt die Finger von dem Angebot lassen. Doch auch zu hohe Provisionsforderungen sprechen dafür, dass vermeintliche Anlagespezialisten eher auf den eigenen Gewinn als den des Kunden abzielen.
  • Geschäftsadresse im Ausland: Dringende Vorsicht ist besonders auch dann geboten, wenn der Geschäftssitz des Vermittlers in einem exotischen Land ist. Oft können rechtliche Ansprüche geschädigter Kunden hier nur schwer durchgesetzt werden.
  • Handlungsdruck: Anleger sollten sich nie zum sofortigen Vertragsabschluss drängen lassen. Jetzt oder nie! Unseriöse Berater instrumentalisieren den Faktor Zeit ganz gezielt, um Übersprungshandlungen zu provozieren. Doch der seriöse Grundsatz lautet: Eine Entscheidung für oder gegen ein Anlageangebot bedarf immer einer gründlichen Prüfung.
  • Kettenreaktion: Als betrügerische Masche schütten vermeintliche Anlageexperten, im Zuge eines ersten Anlagegeschäfts mit geringem Kapitaleinsatz, extra-satte Gewinne aus. Der Haken ist: Oft wird die positive Stimmung des Kunden umgehend ausgenutzt und ein neues Angebot unterbreitet, jedoch unter Einsatz erheblich größerer Anlagesummen. Auch hier gilt: Finger weg, von solchen Angeboten.

Fazit: Prüfen Sie alle Angebotsbestandteile vor Vertragsunterzeichnung sorgfältig.

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