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Immobilienerwerb – worauf Käufer beim Eigenkapitaleinsatz achten sollten

12. September 2016

Immobilienerwerb – worauf Käufer beim Eigenkapitaleinsatz achten sollten

Sie planen den Erwerb einer Immobilie? Falls dies auf Sie zutrifft, haben Sie sich sicher auch schon einmal die Frage gestellt, wie viel Eigenkapital Sie in die Finanzierung mit einfließen lassen sollten. Die heute immer noch gängige Meinung, ein Drittel des Kaufpreises wäre die richtige Antwort, trifft nicht mehr ganz zu. Lesen Sie im Folgenden alles Wichtige rund um das Thema Eigenkapital.

Auswirkungen von Eigenkapitaleinsatz

Grundsätzlich gilt: Je mehr Eigenkapital Sie beim Kauf einbringen, desto geringer Ihr Kreditbedarf  und dadurch verringert sich das Risiko der darlehensgebenden Bank. Je kleiner das Risiko der Bank, desto besser sind Ihre Kreditkonditionen.

Prozentualer Anteil von Eigenkapitaleinsatz

Als allgemeine Faustregel gilt, dass Sie mindestens 20% des Nettodarlehensbetrages aus eigener Tasche bestreiten sollten, denn bei Aufnahme eines Darlehens von mehr als 80% des Kaufpreises als Darlehen verlangen viele Banken einen Sicherheitsaufschlag, der sich in einem höherem Zinssatz widerspiegelt.

Vergessen Sie bei Ihrer Berechnung jedoch nicht die Kaufnebenkosten: Gebühren für Notar, Grundbucheintragungen, Grunderwerbssteuer und nicht zuletzt die Kosten für einen eventuell eingeschalteten Makler. Insgesamt machen diese Nebenkosten rund 15 Prozent der Finanzierungssumme aus und sollten aus Eigenkapital getragen werden.

Eigenkapital: Einbringen oder Anlegen?

Gerade in der heute herrschenden Niedrigzinsphase stellt sich die Frage, soll das Eigenkapital eingebracht werden, oder soll ich lieber Rücklagen bilden? Auch diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten.

Niedrige Zinsen bedeutet, dass sich Sparen kaum mehr lohnt. Es kann also Sinn machen, mehr Eigenkapital zugunsten günstigerer Zinssätze in die Finanzierung einzubringen. Allerdings sollten Sie nicht außer Acht lassen, dass unvorhergesehene Kosten auch auf Immobilienbesitzer zukommen können. Sie sollten also immer über eine Rücklage von mindestens drei Monatsgehältern verfügen, und diese nicht als Eigenkapital in den Erwerb mit einbringen. 

Besonderheiten bei Kapitalanlegern

Sofern Sie beabsichtigen die Immobilie nicht selbst zu nutzen, sondern als Kapitalanlage zu vermieten, kann es von Interesse sein, weniger Eigenkapital einzubringen. Kreditkosten können hier unter gewissen Umständen als Werbungskosten angesehen werden, was wiederum Auswirkung auf Ihre zu zahlende Steuer hat. Hier sollten Sie Ihre persönliche Situation von Ihrem Steuerberater beurteilen lassen.

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Baufinanzierung • Kreditkarte • Sicherheit • Geldanlage • Hypothekenzinsen