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Was ändert sich mit der Hochzeit bei den Finanzen?

16. März 2017

Was ändert sich mit der Hochzeit bei den Finanzen?

Mit dem Frühling beginnt für viele Paare die Planungsphase für die Hochzeit, denn ab Mai haben die Standesämter Hochkonjunktur. Dabei gilt es nicht nur die Feierlichkeiten vorzubereiten, sondern auch die profanen Dinge des künftigen Ehealltags. Dazu zählt auch die Frage, wie in der Ehe die Finanzen geordnet werden sollen.

Girokonto und Geldanlage

Beim Girokonto gilt es zu überlegen, ob beide Einzelkonten nach der Hochzeit weitergeführt oder zu einem Gemeinschaftskonto zusammengelegt werden sollen. Ist letzteres der Fall, sollten Sie zeitnah nach der standesamtlichen Trauung die zusätzliche Kredit- und Bankkarte für den Partner beantragen.

Werden Giro- und Anlagekonten als Einzelkonten weitergeführt, sollte die Bank rechtzeitig benachrichtigt werden, wenn sich bei einem der beiden Ehepartner der Nachname ändert. Wenn über die Namensfrage Einigkeit herrscht, können Sie schon vor der Hochzeit die Änderung bei Ihrer Bank ankündigen, so dass dort schon die Unterlagen vorbereitet werden können. Für die Anpassung der Konten ist dann die Vorlage des neuen Personalausweises und der Heiratsurkunde erforderlich. Mit der Umstellung des Kontos auf den neuen Namen stellt Ihnen die Bank dann auch eine neue Bank- und Kreditkarte zur Verfügung.

Auch bei Anlagekonten, Wertpapierdepots, Bauspar- und Kreditverträgen sollten Sie gleich nach der Hochzeit die Namensumstellung veranlassen.

Versicherungen

Verheiratete können viel Geld sparen, wenn sie frühzeitig ihre Versicherungen prüfen und gegebenenfalls zusammenlegen. Typische Kandidaten für die Zusammenlegung sind Haftpflicht-, Rechtsschutz- und Reisekrankenversicherung – hier sind Paarpolicen meist weitaus günstiger als zwei einzelne Versicherungsverträge. Ob die Hochzeit als Grund für die außerordentliche sofortige Kündigung anerkannt wird oder der überzählige Vertrag nur mit Einhaltung der regulären Kündigungsfrist aufgelöst werden kann, hängt von den Vertragsbedingungen des Versicherers ab.

Steuern

Wie sich die Hochzeit auf die Lohnsteuer auswirkt, hängt davon ab, wie weit die Einkommen beider Ehepartner auseinander liegen. Grundsätzlich werden beide Eheleute nach der Hochzeit in die Steuerklasse IV eingestuft. Bei größeren Einkommensdifferenzen kann es sinnvoll sein, dass der Partner mit dem höheren Einkommen in die Steuerklasse III und der andere Partner in die Steuerklasse V wechselt. Diese Variante ist meist dann empfehlenswert, wenn einer der Partner 60 Prozent oder mehr des Haushaltseinkommens erzielt. Unter Umständen kann sich auch die Wahl der Steuerklasse IV unter Einbeziehung des so genannten Faktorverfahrens lohnen. Wichtig zu wissen: Wenn Sie sich für die Kombination III/V oder für das Faktorverfahren entscheiden, sind Sie zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet.

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