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Gold: Bleibende Werte im Vermögensmix

01. Februar 2017

Gold: Bleibende Werte im Vermögensmix

Über Jahrtausende hinweg hat Gold nichts von seinem Glanz eingebüßt: Das Edelmetall, das schon den ägyptischen Pharaonen mit in die Grabstätten gelegt wurde, hat auch heute noch eine große Bedeutung. Dank seiner Beständigkeit und herausragender physikalischer Eigenschaften ist es für industrielle Anwendungen in der Elektronik und Informationstechnologie ebenso beliebt wie bei der Herstellung von Schmuck.

Auch als Kapitalanlage ist Gold von zeitlosem Wert. Ob mit Goldmünzen, Barren oder Gold-Fonds – auf der ganzen Welt legen Anleger einen Teil ihres Vermögens im edlen Metall an. Dafür sprechen einige gute Gründe.

Klassische Krisenwährung

Die Stunde des Goldes schlägt meist dann, wenn das Vertrauen in andere Anlagegattungen wie Aktien, Bankguthaben und Anleihen im Schwinden begriffen ist. In solchen Krisenzeiten schichten viele Investoren Teile ihres Guthabens in Gold um, was zu einem Anstieg der Nachfrage und damit zu einem steigenden Goldpreis führt.

Gold 4.0

„Industrie 4.0“ ist das große Schlagwort dieser Zeit. Es steht für die Automatisierung und Vernetzung industrieller Prozesse – und Gold ist an dieser Entwicklung ein nicht unbedeutender stiller Teilhaber. Denn überall dort, wo Elektronik und digitale Technik zum Einsatz kommt, ist auch Gold zu finden, das dank seiner Korrosionsbeständigkeit und Leitfähigkeit der ideale Werkstoff ist für filigrane elektrische Kontakte und Leiterbahnen. Damit verkörpert Gold nicht nur ideelle Werte, sondern ist auch ein seltener und begehrter Rohstoff für die moderne High-Tech-Industrie.

Bleibende Werte

Aktien und Anleihen können im schlimmsten Fall wertlos werden, wenn der Herausgeber zahlungsunfähig ist und hinter den Wertpapieren keine realen Vermögenswerte mehr stehen. Bei Gold schwankt der Preis zwar je nach Angebot und Nachfrage, doch wertlos wird das Edelmetall nie. Auch ist Gold eine beliebte Absicherung gegen die langfristige Geldentwertung durch die Inflation.

Vielfältige Anlagemöglichkeiten

Wer in Gold investieren will, kann das auf ganz unterschiedliche Weise tun. Für diejenigen, die Gold als reine Kapitalanlage betrachten, eignen sich börsengehandelte Gold-Fonds (ETCs) als einfache und kostengünstige Anlageform. Wer Goldmünzen oder Barren erwirbt, kann diese im Tresor aufbewahren und hat bei Bedarf auch „glänzende“ Geschenke für besondere Anlässe – etwa die Volljährigkeit oder Hochzeit der Kinder – zur Hand.

Vorteile bei Umsatz- und Gewinnbesteuerung

Für den Erwerb der meisten Waren und Dienstleistungen muss in Deutschland Umsatzsteuer entrichtet werden. Nicht jedoch bei Gold, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind: Wer Goldbarren mit einer Reinheit von mindestens 99,5 Prozent kauft, muss keine Umsatzsteuer bezahlen. Gleiches gilt für Goldmünzen, wenn die Reinheit mindestens 90 Prozent beträgt, die Prägung nach dem Jahr 1800 erfolgte und die Münzen in ihrem Herkunftsland als Zahlungsmittel anerkannt sind oder waren. Investoren profitieren damit im Vergleich zum Kauf von Silberbarren oder Diamanten von einem echten Steuervorteil.

Auch beim Verkauf von Goldmünzen oder -barren können steuerliche Vergünstigungen greifen: Wird das Edelmetall nach Ablauf von mindestens einem Jahr wieder verkauft, bleibt der Gewinn steuerfrei. Dies gilt jedoch nicht für Anteile an Gold-Investmentfonds, bei denen Gewinne genauso wie andere Kursgewinne von Wertpapieren der Abgeltungsteuer unterliegen.

Wertschwankungen einkalkulieren

Niemand vermag exakt vorauszusagen, wie sich der Goldpreis in den kommenden Monaten und Jahren entwickelt. Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass Höhenflüge und Schwächephasen gleichermaßen auftreten können. Vor diesem Hintergrund eignet sich Gold als langfristiger Bestandteil im Vermögensmix, der neben dem reinen Geldwert immer auch ein gewisses Flair verkörpert.

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