Blog

Viele interessante Beiträge und Wissenswertes rund um das Thema Finanzen.

Gehaltsverhandlung: Strategien für mehr Geld

01. Dezember 2016

Gehaltsverhandlung: Strategien für mehr Geld

Viele Arbeitnehmer scheuen davor zurück, ihren Chef um eine Gehaltserhöhung zu bitten – zu groß ist oftmals die Angst, als Bittsteller aufzutreten und dann abzublitzen. Doch wer darauf wartet, bis der Arbeitgeber die Initiative ergreift und ein höheres Gehalt anbietet, verschenkt jeden Monat bares Geld. Der Königsweg für die Gehaltsverhandlung liegt wie so oft in der Mitte zwischen defensivem und offensivem Verhalten: Wer zu oft auf der Matte steht oder zu hohe Forderungen stellt, macht sich unbeliebt, und wer zu selten fragt, verpasst womöglich eine günstige Gelegenheit. Daher empfiehlt es sich, Gehaltsgespräche strategisch zu planen.

Daten und Fakten für die Vorbereitung

Zunächst einmal sollten Sie prüfen, ob Ihr derzeitiges Gehalt marktüblich ist. Neben digitalen Quellen wie Online-Gehaltsvergleichen können Sie dabei auch das persönliche Netzwerk nutzen. Fragen Sie Freunde und Bekannte, die in ähnlichen Berufen tätig sind, nach den üblichen Gehältern. Oder erkundigen Sie sich bei früheren Studienkollegen, zu denen Sie noch Kontakt haben.

Gründe für die Gehaltserhöhung sammeln

Gleich vorweg: Als Grund für mehr Geld kann nur Ihr persönlicher Wert für das Unternehmen überzeugen. Private Aspekte wie höherer Geldbedarf nach der Geburt eines Kindes oder steigende Mietkosten führen in der Verhandlung meist in die Sackgasse. Ein wirtschaftlich handelnder Arbeitgeber zahlt Ihnen dann mehr Gehalt, wenn Sie für die Firma mehr Ertrag bringen – etwa weil Sie Ihre Qualifikation verbessert haben, besonders erfolgreich im Vertrieb sind oder zu Innovationen beigetragen haben. Notieren Sie sich solche Fakten, um sie in der Verhandlung ausspielen zu können.

Den richtigen Zeitpunkt erwischen

Wenn es im Unternehmen hektisch zugeht, eine Umstrukturierung ansteht oder gar eine Krise droht, ist der Zeitpunkt für die Forderung nach mehr Gehalt denkbar schlecht. Anders hingegen, wenn ein wichtiger Neukunde mit Ihrer Unterstützung gewonnen wurde oder Ihr Projekt erfolgreich abgeschlossen wurde: Dann ist die Bereitschaft größer, Ihr Anliegen anzuhören und dann auch Ihr Einkommen zu verbessern. Führen Sie das Gespräch nicht zwischen Tür und Angel, sondern lassen Sie sich einen Termin bei Ihrem Vorgesetzten geben.

Die Möglichkeiten ausloten

Wichtig ist, dass das Gespräch in einer möglichst positiven Atmosphäre stattfindet. Argumentieren Sie daher mit Ihren Erfolgen und Ihrer verbesserten Qualifikation. Vermeiden Sie Kündigungsdrohungen oder die Begründung Ihrer Gehaltsforderung als Ausgleich für erlittene Ungerechtigkeiten. Knifflig wird es, wenn Ihr Chef eine Gehaltserhöhung ablehnt. Bevor Sie die Flinte ins Korn werfen, sollten Sie in diesem Fall noch Alternativen ins Spiel bringen. Das kann beispielsweise ein Firmenwagen sein oder – wenn es eine Nummer kleiner sein soll – die Bereitstellung eines privat mitbenutzbaren Handys oder Notebooks. Eine weitere Verhandlungsoption für Eltern kleiner Kinder: Wenn der Arbeitgeber die Kosten für die Kita ganz oder teilweise übernimmt, fällt darauf keine Einkommensteuer an. Nicht selten werden solche Extras auch dann gewährt, wenn für eine reguläre Gehaltserhöhung keine Bereitschaft vorhanden ist.

beliebteste Tags

Baufinanzierung • Kreditkarte • Sicherheit • Geldanlage • Hypothekenzinsen