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Welcher Fonds passt zu mir?

01. März 2017

Welcher Fonds passt zu mir?

Investmentfonds sind für viele Bundesbürger eine beliebte Anlageform. Mit zunehmender Dauer der extremen Niedrigzinsphase überlegen sich viele Sparer, wie sie mit Alternativen zu Bankprodukten bei der langfristigen Kapitalanlage bessere Renditechancen erzielen können. Doch bevor die Entscheidung für eine bestimmte Fondsgattung fällt, sollten Sie wissen, dass je nach Spielart unterschiedliche Chancen und Risiken Sie sie zukommen können.

Aktienfonds

Mit Aktienfonds können Sie von den Renditechancen der Börse profitieren, allerdings können in schlechten Börsenphasen auch Kursverluste entstehen. Um solche Schwankungen auszugleichen, sollte die Anlage in Aktienfonds auf mindestens zehn Jahre ausgelegt sein. Und: Sie sollten über die nötige Gelassenheit verfügen, um beim Auf und Ab an der Börse eine ruhige Hand zu behalten. Als Basisanlage empfehlen sich Fonds, die weltweit in börsennotierte Großkonzerne investieren. Aktienfonds, die sich auf eine bestimmte Branche oder Region konzentrieren, sind oftmals mit höheren Schwankungsrisiken verbunden und eignen sich daher eher als Beimischung für erfahrene Anleger.

Rentenfonds

Rentenfonds investieren in börsennotierte Schuldverschreibungen, die von Staaten oder Unternehmen herausgegeben werden. Welche Schwankungsrisiken damit verbunden sind, hängt von der Bonität der Schuldner ab: Je stärker die Zahlungskraft, umso geringer ist das Ausfallrisiko.

Offene Immobilienfonds

Hier bilden gewerbliche Immobilien – vor allem in Form von Büroimmobilien – den Anlageschwerpunkt. Dazu kommt noch ein gewisser Anteil an börsennotierten Anleihen, um bei Vermögensabflüssen nicht gleich Immobilien verkaufen zu müssen. Renditechancen und Schwankungen fallen eher moderat aus, so dass diese Fonds für die längerfristige und sicherheitsorientierte Geldanlage in Frage kommen. Wichtig zu wissen: Anteile an offenen Immobilienfonds können Sie nicht wie andere Fondsanteile jederzeit zurückgeben. Hier gilt eine Mindesthaltedauer von zwei Jahren, darüber hinaus gibt es eine Kündigungsfrist von zwölf Monaten.

Misch- und Dachfonds

Diese Fondsgattungen setzen auf einen Mix aus Aktien, Anleihen und zuweilen auch Anteilen an Immobilienfonds. Der Unterschied zwischen Misch- und Dachfonds: Während Mischfonds die Wertpapiere direkt erwerben, investieren Dachfonds in Anteile an anderen Investmentfonds. Hier bietet sich eine breit gefächerte Auswahl für unterschiedliche Risikoneigungen: Je besser Sie Wertschwankungen verkraften können, umso eher kommen Fonds mit höheren Aktienanteilen in Frage. Wenn Sie nur geringe Risiken eingehen wollen, können Sie einen Misch- oder Dachfonds mit niedrigem Aktienanteil wählen.

Fazit: Für jeden die passende Mischung

Bei der Wahl der Fondsgattung sollten zwei Kriterien im Mittelpunkt stehen: die geplante Dauer der Anlage und Ihre Risikobereitschaft. Während Rentenfonds mit hoher Schuldnerbonität auch für die mittelfristige Kapitalanlage in Frage kommen, eignen sich Aktien- und Immobilienfonds in der Regel für die langfristige Anlage. Bei der Risikofrage gilt: Je höher der Anteil an Aktien oder risikoreichen Hochzins-Anleihen, umso stärker können Wertschwankungen ausfallen. Im Vorfeld sollten Sie überlegen, ob Sie im schlimmsten Fall auch mal einen Kursrutsch von 20 oder 30 Prozent aushalten können, ohne in hektische Aktivitäten zu verfallen.

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