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Rentenlücke & Niedrigzins: Wie sorge ich fürs Alter vor?

13. April 2017

Rentenlücke & Niedrigzins: Wie sorge ich fürs Alter vor?

Die Ergänzung der gesetzlichen Altersvorsorge stellt viele Sparer vor knifflige Aufgaben. Während das Rentenniveau in den kommenden Jahren weiter sinken wird, macht die anhaltende Niedrigzinsphase vielen Vorsorgesparern einen Strich durch die bisherige Rechnung. Das wirkt sich nicht nur auf Banksparpläne aus, sondern auch auf Lebens- und Rentenversicherungen, deren Erträge seit Jahren rückläufig sind. Grund genug für Kapitalanleger, ihre finanzielle Vorsorge auf Basis der heutigen Rahmenbedingungen neu durchzurechnen und gegebenenfalls anzupassen.

Altverträge weiterführen

Beim Versicherungssparen hat der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses große Auswirkungen auf die zu erwartende Rendite. Grund dafür ist die garantierte Mindestverzinsung des Sparanteils nach Abzug der Kosten, die Versicherer ihren Kunden beim Abschluss eines Sparplans zusagen. Während der Mindestzins für neu abgeschlossene Sparverträge bei nur noch 0,9 Prozent liegt, profitieren diejenigen, die ihren Vertrag vor Ende 2003 abgeschlossen haben, noch von einem Garantiezins von 3,25 Prozent. Darüber hinaus sind bei Versicherungssparplänen, die vor dem 1.1.2005 abgeschlossen worden sind, die Gewinne steuerfrei.

Damit lohnt es sich in aller Regel, alte Versicherungssparpläne bis zum Ende weiterzuführen. Optimieren lässt sich die Rendite, indem die Zahlung vom monatlichen auf einen jährlichen Rhythmus umgestellt wird – dann entfallen die renditezehrenden Ratenzuschläge.

Eigenheim als Baustein für die Altersvorsorge

Die finanzielle Situation verbessert sich im Rentenalter nicht nur bei zusätzlichen Einnahmen, sondern auch bei einer Reduzierung der Ausgaben. Ein großer Posten ist die Miete: Wer im Alter mietfrei wohnt, kommt auch mit einer bescheidenen Rente gut aus. Vor diesem Hintergrund bildet das selbstgenutzte Eigenheim einen sinnvollen Baustein in der Vorsorgestrategie.

Hier bringt die derzeitige Niedrigzinsphase sogar Vorteile, denn Baukredite sind derzeit so günstig wie kaum jemals zuvor. Ganz wichtig: Planen Sie Ihre Finanzierung so, dass spätestens mit dem Eintritt in den Ruhestand alle Schulden zurückgezahlt sind!

Potenzial der Aktienmärkte nutzen

Nachdem verzinste Anlageformen derzeit nur äußerst geringe Erträge erwirtschaften, rücken Aktien bei der Altersvorsorge immer mehr in den Blickpunkt. Mit Hilfe von Aktienfonds oder börsennotierten Indexfonds (ETFs) können Anleger mit kleineren Einmalanlagen oder monatlichen Sparraten breit gestreut in die internationalen Aktienmärkte investieren.

Zwar sind Aktien- und Fondsanlagen mit Kursschwankungen verbunden, die auch zu zwischenzeitlichen Verlusten führen können. Doch auf lange Sicht wartet die Aktienanlage mit attraktiven Renditechancen auf, was diese Anlageform für die langfristige Altersvorsorge interessant macht. Um das Anlagerisiko zu reduzieren, können Sparer einige Jahre vor dem Renteneintritt ihre Fondsanteile nach und nach in risikoarme Anlageformen wie beispielsweise Festgelder umschichten.

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