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Neu im neuen Jahr: Ein zusätzlicher Feiertag, Steuerentlastung und Änderungen in der Sozialversicherung

05. Januar 2017

Neu im neuen Jahr: Ein zusätzlicher Feiertag, Steuerentlastung und Änderungen in der Sozialversicherung

Das neue Jahr bringt Arbeitnehmern ein Geschenk: Weil sich 2017 die Veröffentlichung der 95 Thesen des Reformators Martin Luther zum 500. Mal jährt, ist der Reformationstag am 31. Oktober 2017 ausnahmsweise im ganzen Bundesgebiet ein Feiertag. Auch in anderen Bereichen kommen einige neue Regelungen auf die Bundesbürger zu.

Steuern: Entlastung, Vereinfachung und neue Fristen

Der Anstieg des Grundfreibetrags um 168 Euro auf 8.820 Euro, die Anhebung des Kindergelds um zwei Euro pro Monat und die Erhöhung des Kinderfreibetrags um 108 Euro auf 7.248 Euro soll insbesondere Familien steuerlich entlasten. Auch sollen die Eckwerte im Einkommensteuertarif leicht angehoben werden, so dass die Mehrbelastung beim Einkommensanstieg durch die so genannte „kalte Progression“ gedämpft wird.

Eine Vereinfachung gibt es beim steuermindernden Nachweis von Spenden in der Einkommensteuererklärung. Bei Spenden bis 200 Euro sowie Zuwendungen in Katastrophenfällen genügt es, statt einer Spendenquittung den Ausdruck des Kontoauszugs als Nachweis beizulegen. Wer zur Abgabe der Einkommensteuererklärung verpflichtet ist, darf sich ab dem Steuerjahr 2017 bis Ende Juli des Folgejahrs und damit zwei Monate länger als bislang Zeit lassen. Allerdings gilt Ende Mai 2017 noch als Abgabezeitpunkt für die Steuererklärung des Jahres 2016.

Sozialabgaben: Steigende Kosten für Versicherte

Mit einem Anstieg des Beitrags für die Pflegeversicherung um 0,2 Prozentpunkte verteuern sich die Sozialabgaben für Arbeitnehmer. Auf Gutverdienende kommt eine weitere Mehrbelastung zu, denn die Beitragsbemessungsgrenzen steigen: Für die Kranken- und Pflegeversichtung beträgt die Grenze ab 2017 4.350 Euro pro Monat, bei der Rentenversicherung steigt sie im Westen um 150 Euro auf ein Brutto-Monatseinkommen von 6.350 und im Osten um 300 Euro auf 5.700 Euro Monatsbrutto.

Neue Regeln bei Pflege und Rente

Statt bislang drei Pflegestufen gibt es ab 2017 fünf Pflegegrade, so dass die Leistungen für pflegebedürftige Menschen weiter ausdifferenziert werden. Die Umstellung erfolgt automatisch für diejenigen, die bereits in eine Pflegestufe eingeordnet sind. Eine Verschlechterung der Ansprüche muss dabei nicht befürchtet werden. Im Gegenteil: Für viele Pflegebedürftige und auch für pflegende Angehörige gibt es künftig bessere Leistungen.

Mit der Einführung der Flexi-Rente soll es ab Beginn des neuen Jahres mehr Freiraum beim Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand geben. Für einen begrenzten Zeitraum können Teilzeitarbeit und Teilzeitrente kombiniert werden, der Hinzuverdienst bei vorgezogener Vollrente erhöht den Rentenanspruch und Versicherte können ab dem 50. Lebensjahr zusätzliche Einzahlungen in die Rentenkasse leisten, um Abschläge bei vorgezogener Altersrente auszugleichen.

 

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