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Baufinanzierung: Richtig planen in vier Schritten

12. Juli 2017

Baufinanzierung: Richtig planen in vier Schritten

Wer den Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen will, hat oft schon eine gewisse Vorstellung von seiner Wunschimmobilie. Doch dabei stellt sich die Frage, ob der Wohntraum auch finanzierbar ist. Um unliebsame Überraschungen bei der Finanzierung zu vermeiden, sollten Sie daher frühzeitig Ihr Kreditlimit ermitteln. Dazu sind nur vier einfache Schritte notwendig.

Schritt 1: Der Kassensturz

Im ersten Schritt machen Sie eine Aufstellung über Ihr Eigenkapital. Dazu zählen Ersparnisse, Wertpapiere und Guthaben auf Bausparverträgen. Ist Geld in Fonds oder Aktien investiert, sollten Sie das Guthaben in sichere Bankanlagen umschichten, sobald sich Ihre Eigenheimpläne konkretisieren.

Wichtig: Lassen Sie eine eiserne Reserve in Höhe von mehreren Nettomonatsgehältern unangetastet. Damit vermeiden Sie, dass Sie bei ungeplanten Mehrausgaben oder größeren Reparaturen einen zusätzlichen Kredit aufnehmen müssen.

Schritt 2: Welche Rate kann ich mir leisten?

Anhand Ihrer monatlichen Einnahmen und Ausgaben errechnen Sie im zweiten Schritt, welche Kreditrate Sie sich leisten können. Bedenken Sie dabei, dass Sie als künftiger Eigentümer zwar keine Miete mehr zahlen, dafür jedoch Nebenkosten wie beispielsweise die Instandhaltungsrücklagen übernehmen müssen, für die bislang Ihr Vermieter zuständig war.

Schritt 3: Ermitteln Sie das Kreditlimit

Auf Basis der möglichen Monatsrate können Sie herausfinden, wie hoch die Kreditsumme sein kann. Nehmen Sie hierzu die durchschnittlichen Marktzinsen für Kredite mit 10 bis 15 Jahren Zinsbindung und addieren Sie eine jährliche Anfangstilgung von mindestens drei Prozent hinzu.

Beispiel: Bei einem aktuellen Zinssatz von 1,8 Prozent plus 3,0 Prozent Anfangstilgung ergibt sich eine jährliche Belastung von 4,8 Prozent der Kreditsumme. Bei einer Monatsrate von 1.000 Euro lässt sich damit ein Kredit in Höhe von 250.000 Euro finanzieren.

Schritt 4: Vergessen Sie die Nebenkosten nicht!

Die Summe aus Kredit und verfügbarem Eigenkapital ergibt den Betrag, den Sie beim Kauf investieren. Dieser entspricht jedoch nicht dem Kaufpreis, weil noch einige Nebenkosten hinzukommen. Alleine die Grunderwerbsteuer und die Notargebühren können sich je nach Bundesland auf bis zu acht Prozent des Kaufpreises summieren. Weitere Nebenkosten – etwa für die Maklerprovision oder den Kauf einer Einbauküche – sollten bedarfsweise berücksichtigt werden.

Diese einfache Hochrechnung in vier Schritten ermöglicht es Ihnen, von Beginn an ein realistisches Kaufpreislimit festzulegen und so zu vermeiden, dass Sie sich bei der Baufinanzierung Ihres Eigenheims übernehmen.

 

Dieser Blogartikel ersetzt keine bedarfsgerechte, ausführliche Baufinanzierungsberatung.

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