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Zahlungsausfall: Wie lässt sich das Risiko reduzieren?

09. Mai 2016

Zahlungsausfall: Wie lässt sich das Risiko reduzieren?

Vor allem bei Selbstständigen, die finanziell von wenigen Großkunden abhängig sind, kann der Zahlungsausfall eines einzelnen Kunden im schlimmsten Fall das Bestehen des gesamten Unternehmens bedrohen. Aber auch bei kleineren Kunden sind säumige Zahler ein Ärgernis, das großen Aufwand und am Ende oft auch noch Verluste verursacht. Grund genug also, eine Strategie zu entwickeln, mit der sich das Ausfallrisiko auf ein Minimum reduzieren lässt.

Abschlagszahlungen bei großen Aufträgen

Bei großen Aufträgen kann eine einfache und häufig praktizierte Maßnahme darin bestehen, mit dem Auftraggeber Abschlagszahlungen zu vereinbaren. Sind Sie beispielsweise als Freelancer über vier Monate hinweg in ein Projekt eingebunden, könnte der Zahlungsplan so aussehen, dass Sie nach am Ende des ersten, zweiten und dritten Monats jeweils 20 Prozent und bei Projektabschluss die restlichen 40 Prozent der Auftragssumme ausgezahlt bekommen.

Bonitätsauskunft als Entscheidungshilfe

Während bei Bestandskunden Erfahrungswerte zur Zahlungsmoral vorliegen, sind Neukunden in dieser Hinsicht zunächst einmal eine „Black Box“. Deshalb kann es bei Erstaufträgen sinnvoll sein, eine Bonitätsauskunft einzuholen. Wenn Sie nur wenige Male im Jahr eine Auskunft benötigen, fragen Sie Ihren Kundenbetreuer, ob er Ihnen eine Auskunft zur Verfügung stellt. Schließlich ist es auch in seinem Interesse, dass Ihre Umsätze gesichert sind. Sollten Sie häufiger Bonitätsauskünfte benötigen, können Sie Kunde einer Auskunftei werden. Hier gibt es zahlreiche Anbieter, die ein für Sie passendes Angebot bereit halten. Einer der bekanntesten, aber längst nicht der einzige Anbieter solcher Auskünfte ist Creditreform. Die Kosten für eine Bonitätsauskunft variieren nicht nur je nach Auskunftei, sondern hängen auch davon ab, wie umfangreich und detailliert die Auskunft sein soll. Dabei sollten Sie jedoch bedenken: Bonitätsauskünfte liefern wertvolle Anhaltspunkte, können jedoch das Restrisiko eines Ausfalls nicht ausschließen.

Mit Factoring das Risiko auslagern

Wenn Sie einer größeren Zahl an Kunden standardisierte Produkte oder Dienstleistungen in Rechnung stellen, können Sie Factoring als Instrument zur Ausfallvermeidung in Betracht ziehen. Hierbei verkaufen Sie Ihre offenen Forderungen an den Factoring-Anbieter, der die Beträge abzüglich eines Abschlags für die Finanzierungs- und Risikokosten sofort an Sie auszahlt. Das Risiko, dass der Kunde zahlungsunfähig wird, übernimmt damit der Factoring-Anbieter. Eine weitere positive Auswirkung: Weil Ihre offenen Forderungen sofort beglichen werden, müssen Sie keine langen Zahlungsziele zwischenfinanzieren.

Ausfallversicherungen

Eine weitere Möglichkeit der Risikoeindämmung ist der Abschluss einer Ausfallversicherung. Diese versichert einen möglichen Schaden sowie die daraus resultierenden monetären Folgen. Ein Beispiel hierfür ist die Forderungsausfallversicherung. Bereits bei Zahlungsverzug des Kunden erhalten Sie von der Versicherung eine Entschädigung.

Zur Berechnung der Versicherungsprämie werden verschiedene Parameter wie beispielsweise die Branchenzugehörigkeit beider Seiten, Vorschäden, der risikoträchtige Umsatzanteil, die Zahlungsziele herangezogen.

 

Lesen Sie in unserem nächsten Blog-Beitrag, durch welche Maßnahmen Sie Ihre Kunden an sich binden können.

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