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Welche privaten Versicherungen Sie als Selbstständiger benötigen

28. März 2016

Welche privaten Versicherungen Sie als Selbstständiger benötigen

Neben den betrieblichen Versicherungen sollten Sie sich als Selbstständiger auch um die passenden privaten Policen kümmern. Hier sorgt vor allem der Wechsel vom Angestelltendasein in die berufliche Selbstständigkeit dafür, dass in manchen Bereichen der Versicherungsbedarf neu justiert werden muss.

So endet für viele Selbstständige mit der Existenzgründung die Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse. Alternativen sind dann der Wechsel zu einem privaten Krankenversicherer oder der freiwillige Verbleib in der gesetzlichen Krankenkasse. Für Existenzgründer bringt die freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse einen wichtigen Vorteil: Die Höhe des Beitrags kann an das tatsächlich erzielte Einkommen angepasst werden, was vor allem in der Startphase bei niedrigen Einkünften eine Beitragsersparnis bringt. Ob Sie zu einer privaten Krankenversicherung wechseln, können Sie später immer noch in aller Ruhe entscheiden. Umgekehrt ist jedoch die Rückkehr von der privaten Versicherung zur gesetzlichen Krankenkasse im Regelfall nicht mehr möglich.

Auch bei der Altersvorsorge heißt es neu kalkulieren. In einigen freien Berufen gilt die Pflichtmitgliedschaft in einem berufsständischen Versorgungswerk oder in der gesetzlichen Rentenversicherung, ebenso für bestimmte Handwerksberufe – dort allerdings endet die Rentenversicherungspflicht nach 18 Jahren Beitragszahlung. Wenn Sie nicht mehr pflichtversichert sind, haben Sie dennoch die Möglichkeit, freiwillige Einzahlungen zu leisten. Falls Sie sich gegen diese Option entscheiden, ist es ratsam, die Altersvorsorge auf privater Basis möglichst nahtlos weiterzuführen.

Besondere Bedeutung hat für Selbstständige die Absicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit. Die private Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt Ihnen eine regelmäßige Rente, wenn Sie Ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr dauerhaft ausüben können. Bei der Auswahl der Versicherung sollten Sie darauf achten, dass der Versicherer auf die so genannte „abstrakte Verweisung“ verzichtet – dann nämlich dürfen Sie nicht dazu verpflichtet werden, im Fall der Berufsunfähigkeit in einen anderen und womöglich schlechter bezahlten Beruf zu wechseln. Wichtig beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist, dass Sie die Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß und vollständig beantworten. Damit vermeiden Sie das Risiko, dass Sie im Ernstfall keine Rentenzahlung erhalten, weil Sie bereits bestehende Gesundheitsprobleme verschwiegen haben.

Lesen Sie in unserem nächsten Blog-Beitrag, wie Sie als Selbstständiger Kunden gewinnen können.

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