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Behördengänge: Gewerbeanmeldung und Finanzamt

07. März 2016

 

Behördengänge für Existenzgründer Teil 1: Gewerbeanmeldung und Finanzamt

Mit der Existenzgründung ist zwangsläufig auch ein gewisses Maß an Bürokratie verbunden. Wie groß der Aufwand für Sie ist, hängt von der Rechtsform Ihres Unternehmens ab. Am einfachsten ist der Start für Freiberufler, die nur das Finanzamt über ihre berufliche Selbstständigkeit informieren müssen. Alle anderen Selbstständigen müssen darüber hinaus noch ein Gewerbe anmelden.

Zur Gewerbeanmeldung sind Sie verpflichtet, sobald Sie mit Ihrer unternehmerischen Tätigkeit beginnen. Das gilt auch dann, wenn Sie zunächst nur auf nebenberuflicher Basis loslegen. Anlaufstelle ist zumeist die Gewerbemeldestelle, die dem Ordnungsamt der Stadtverwaltung angegliedert ist. Mitbringen müssen Sie auf jeden Fall Ihren Personalausweis oder Reisepass. Wenn Sie sich in einem Handwerk selbstständig machen, für dessen selbstständige Ausübung der Meisterbrief vorgeschrieben ist, müssen Sie die Handwerkskarte vorlegen. Diese gilt als Nachweis dafür, dass Sie die Meisterprüfung abgelegt und bestanden haben.

Je nach Art des Gewerbes müssen Sie unter Umständen noch weitere Unterlagen einreichen – beispielsweise ein polizeiliches Führungszeugnis, die Erlaubnis zur Personenbeförderung, eine Genehmigung für die Arbeitnehmerüberlassung oder bei der Eröffnung eines Gastronomiebetriebs den Nachweis der „Gaststättenunterrichtung“. Ist Ihr Betrieb ins Handelsregister eingetragen, verlangt die Gewerbemeldestelle einen aktuellen Handelsregisterauszug. Bürger von Nicht-EU-Staaten benötigen überdies eine unbeschränkte Aufenthaltserlaubnis. Die Gewerbestelle informiert dann weitere Organisationen und Behörden wie das Finanzamt, die IHK, die Handwerkskammer oder das Statistische Landesamt über die Betriebsgründung. Vergleichsweise moderat sind dabei die Kosten: Je nach zuständiger Kommune müssen Sie mit rund 20 bis 60 Euro an Gebühren rechnen.

Während Sie als Gewerbetreibender vom Finanzamt automatisch angeschrieben werden, müssen Sie als Freiberufler Ihre Selbstständigkeit dort in Eigeninitiative anmelden. Innerhalb von vier Wochen nach Aufnahme Ihrer freiberuflichen Tätigkeit müssen Sie dort einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung anfordern. Dafür genügt ein einfaches Schreiben. Den Fragebogen füllen Sie dann aus und schicken ihn zusammen mit den angeforderten weiteren Unterlagen wieder an das Finanzamt zurück.

Lesen Sie in Teil 2, worauf Sie beim Eintrag ins Handelsregister achten sollten.

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