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3 Fragen, die Ihnen beim Treffen von Entscheidungen helfen

04. Juli 2016

3 Fragen, die Ihnen beim Treffen von Entscheidungen helfen

Selbstständige müssen praktisch Tag für Tag Entscheidungen treffen. Das fällt nicht jedem leicht – vor allem dann, wenn man das Gefühl hat, ohne ausreichende Faktenbasis schnell entscheiden zu müssen. Wenn Sie zu denen zählen, für die das Treffen von Entscheidungen eine Belastung darstellt, sollten Sie sich im Bedarfsfall mit den nachfolgend erläuterten drei Fragen befassen. Deren Beantwortung hilft Ihnen dabei, die Tragweite, Dringlichkeit und Faktenlage besser einschätzen zu können.

Taktisch oder strategisch?

Taktische Entscheidungen müssen meist zügig getroffen werden, wirken sich jedoch eher auf das kurzfristige Tagesgeschäft aus. Strategische Entscheidungen betreffen hingegen die künftige Ausrichtung Ihres Unternehmens und haben daher meist eine weitaus größere Tragweite. Typisches Beispiel für eine taktische Entscheidung ist die Frage, ob Sie einen kurzfristigen Auftrag noch annehmen oder nicht. Zwar kann eine Fehlentscheidung im schlimmsten Fall dazu führen, dass Ihnen ein Kunde abspringt, obwohl Sie mit ein paar Nachtschichten den Auftrag vielleicht doch noch geschafft hätten. Doch wenn Sie rechtzeitig vorher die strategische Entscheidung getroffen haben, sich nicht von einem einzigen Kunden abhängig zu machen, kann eine taktische Fehlentscheidung Ihre unternehmerische Zukunft nicht ernsthaft gefährden.

Drängt die Zeit wirklich?

Längst nicht jede Entscheidung muss sofort getroffen werden. Mit zunehmender Erfahrung sollten Sie ein Gespür dafür entwickeln, ob die Zeit tatsächlich drängt oder ob man Sie gezielt unter Druck setzt – vielleicht auch mit dem Ziel, dass Sie beim Faktencheck wichtige Nachteile nicht bemerken. Hier gilt es die Balance zu finden: Auf der einen Seite sollten Sie nichts auf die lange Bank schieben, und auf der anderen Seite sollten Sie sich keinen künstlichen Zeitdruck aufbauen lassen.

Im Regelfall gilt: Taktische Entscheidungen sollten Sie zeitnah treffen, auch wenn ein gewisses Restrisiko bleibt. Strategische Entscheidungen sollten Sie lieber in Ruhe reifen lassen.

Fakten- oder Bauchentscheidung?

Verlässliche Fakten sind eine gute Entscheidungsgrundlage. Aber längst nicht immer lassen sich genügend Fakten zusammentragen. Dann ist die Intuition, das so genannte „Bauchgefühl“, als Ratgeber gefragt. Beispiel für eine intuitive Entscheidung ist die Einführung eines Produktes, das es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Sie haben Markttests durchgeführt und finanzielle Hochrechnungen angestellt, aber ob es wirklich ein Erfolg wird, lässt sich nicht verlässlich vorhersagen. In solchen Fällen sollten Sie akzeptieren, dass Sie ab einem gewissen Punkt mit der weiteren Faktenrecherche Zeit und Energie verschwenden. Lassen Sie noch eine Nacht darüber vergehen und folgen Sie dann Ihrer Intuition.

 

Im nächsten Artikel lesen Sie, wie Sie am besten analysieren, ob Sie alleine Ihrer Selbstständigkeit nachgehen oder Personal einstellen sollten.

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