5 Praxistipps, wie Sie als Freelancer das Budget im Griff behalten

17. November 2017

Wer sich selbstständig macht, kann nicht mehr mit einem regelmäßigen monatlichen Gehaltseingang planen, sondern muss mit größeren Einkommensschwankungen rechnen. Als Freiberufler oder Unternehmer stehen Sie daher vor der Aufgabe, auch bei einem stärkeren Auf und Ab der Einnahmen das Budget im Griff zu behalten. Dabei helfen Ihnen fünf einfach umsetzbare Tipps.

1. Kosten und Ausgaben prüfen

Eine alte Kaufmannsweisheit sagt: Im Einkauf wird das Geld verdient. Wenn Sie Ihre Ausgaben senken, bleibt unterm Strich automatisch mehr Gewinn übrig. Daher lohnt es sich zu prüfen, ob Sie bei Ihren laufenden Kosten an der einen oder anderen Stellschraube drehen können. Bei größeren Anschaffungen gilt es vor allem in der Startphase der Selbstständigkeit kritisch zu hinterfragen, ob es nicht eine günstigere Alternative gibt oder die Investition zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen kann – vor allem dann, wenn dafür die Aufnahme eines Kredites notwendig ist. Der sparsame Umgang mit Ausgaben und Investitionen hilft, in einer Phase geringerer Einkünfte einen finanziellen Engpass zu vermeiden.

2. Leistungen zeitnah abrechnen

Schieben Sie die Abrechnung Ihrer Leistungen nicht auf die lange Bank, sondern stellen Sie zügig Ihre Rechnungen aus und geben Sie nach Möglichkeit kurzfristige Zahlungsziele zwischen 7 und 14 Tagen vor. Bei länger laufenden Projekten sollten Sie prüfen, ob Sie einen Vorschuss oder zumindest Zwischenabrechnungen aushandeln können.

3. Dranbleiben bei Zahlungsverzug

Viele Selbstständige scheuen davor zurück, überfällige Rechnungen anzumahnen, weil sie dies als unangenehm empfinden. Dennoch sollten Sie das Versenden von Mahnungen nicht auf die lange Bank schieben, da sonst nicht nur Ihr finanzielles Polster schrumpft, sondern auch die Gefahr des Zahlungsausfalls zunimmt. Als Faustregel gilt: Ein bis maximal zwei Wochen nach Überschreitung des Zahlungsziels ist es Zeit für die erste freundliche Zahlungserinnerung. Im Bedarfsfall darf die nach weiteren maximal zwei Wochen versandte zweite Mahnung im Ton schon deutlich bestimmter ausfallen.

4. Steuern nicht vergessen

Wer beruflich selbstständig ist, muss regelmäßige Vorauszahlungen für die Einkommensteuer und häufig auch Umsatzsteuerzahlungen entrichten. Behalten Sie diese monatlichen oder quartalsweisen Zahlungspflichten im Auge und denken Sie daran, bei steigendem Gewinn Rücklagen für die zu erwartende Steuernachzahlung zu bilden.

5. Finanzielle Reserven aufbauen

Um bei Einkommensschwankungen nicht gleich den Dispokredit auf dem Girokonto in Anspruch nehmen zu müssen, sollten Sie im Lauf der Zeit ein finanzielles Polster aufbauen. Gut geeignet ist hierfür ein Tagesgeldkonto, auf das Sie in Phasen höherer Einnahmen per Überweisung Geld einzahlen und von dem Sie bei Bedarf den benötigten Betrag von heute auf morgen abrufen können.