An Weihnachten spenden: Wie Sie als Unternehmer Spenden steuerlich absetzen können

20. November 2018

Die Weihnachtszeit bietet für Selbstständige und Unternehmer eine gute Gelegenheit, einen kleinen Teil des erzielten Gewinns mit denen zu teilen, die nicht unbedingt auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Wenn Sie zu Weihnachten Spenden an eine gemeinnützige Organisation überreichen, kommt dies nicht nur den Begünstigten zugute.  
 
Sofern es sich um eine größere Spende handelt, sind oftmals lokale Medien bereit, über die Spendenübergabe zu berichten. Zum Spendenertrag für den Empfänger kommt in diesem Fall noch der Imagegewinn für das Unternehmen hinzu – denn in der Öffentlichkeit wird es wohlwollend gesehen, wenn Unternehmer gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, indem sie soziale Projekte unterstützen. Und letzten Endes steuert Vater Staat noch etwas dazu bei, weil Sie als Unternehmern Spenden steuerlich absetzen können.

Worauf Sie achten sollten, wenn Sie an Weihnachten spenden

Als Unternehmer oder Freiberufler können Sie Spenden steuerlich absetzen, wenn die begünstigte Organisation eine Spendenbescheinigung ausstellen darf. Diese Berechtigung erhalten Organisationen nur dann, wenn sie gegenüber dem Finanzamt nachweisen können, dass sie die eingeworbenen Gelder ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verwenden. Bevor Sie Geld spenden, sollten Sie daher prüfen, ob diese Voraussetzung vorliegt.
 
Darüber hinaus bietet das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) eine gute Orientierung über die Seriosität von gemeinnützigen Organisationen. Das Institut vergibt auf Antrag das DZI-Spendensiegel an Organisationen, wenn sie eine wirtschaftlichen Mittelverwendung und Transparenz nachweisen können.
 
Allerdings verzichten viele kleinere Organisationen auf das DZI-Siegel, weil es mit Kosten verbunden ist. Weil es sich in diesen Fällen meist um regional tätige Gruppierungen handelt, deren Akteure Ihnen vielleicht sogar persönlich bekannt sind, können Sie sich mit einem persönlichen Gespräch Einblick in deren Arbeit verschaffen. Anschließend können Sie selbst beurteilen, ob Sie zu Weihnachten Spenden an die Organisation leisten wollen.

So können Unternehmer Spenden steuerlich absetzen

Auf welchem Weg Sie Spenden steuerlich absetzen können, hängt von der Art Ihrer Firmierung ab:

  • Kapitalgesellschaften wie beispielsweise eine GmbH verbuchen Spenden als Betriebsausgabe.
  • Personengesellschaften und Einzelunternehmer geben ihre Spenden in der privaten Steuererklärung im Rahmen der Sonderausgaben an. Darüber hinaus können sie Spenden aus dem Betriebsvermögen in der Gewerbesteuererklärung angeben, so dass die Gewerbesteuer reduziert wird.

 Grundsätzlich gilt: Der Gesamtbetrag der Spenden darf 20 Prozent der Einkünfte bzw. des Gewinns nicht überschreiten. Alternativ können als Obergrenze auch 0,4 Prozent der Summe aus Jahresumsatz plus Löhne und Gehälter angesetzt werden.  
 
Eine weitere Voraussetzung ist, dass das Unternehmen aus der Spende keine Gegenleistung erwartet und mit dem Spendenempfänger in keiner Geschäftsbeziehung steht. Damit wird beispielsweise Sponsoring, bei dem eine Fußballmannschaft Geld bekommt und im Gegenzug auf den Trikots Werbung für das Unternehmen macht, nicht als Spende eingestuft. Sponsoringmaßnahmen stellen steuerrechtlich im Regelfall betriebliche Werbeausgaben dar.

Fazit: Achten Sie auf die steuerlichen Spielregeln

Wenn Sie an Weihnachten spenden, sollten Sie sich auf jeden Fall eine Spendenbescheinigung ausstellen lassen. Vor allem GmbH-Gesellschafter sollten aufpassen, dass auf der Bescheinigung der Spender mit dem Auftraggeber der Überweisung übereinstimmt. Dann können Sie die Spenden steuerlich absetzen - je nach Firmierung entweder im Rahmen der Sonderausgaben oder als Betriebsausgaben.

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